Rock-Star Alice Cooper, der sich derzeit auf Deutschland-Tour befindet und noch am 30.9. in Leipzig und am 1.10. in München zu sehen sein wird, bekennt sich seit vielen Jahren öffentlich zum christlichen Glauben und einem konservativem Lebensstil abseits der Bühne. Im Interview im Vorfeld seines Konzerts am 18. September in der Porsche-Arena in Stuttgart verwies er erneut auf diese Dimension seines Lebens.

Bereits in den letzten Jahren erklärte Alice Cooper, dass er lange Zeit seines Lebens „funktionierender Alkoholiker“ gewesen sei und er durch die Rückbindung an den christlichen Glauben vom Alkohol losgekommen sei. Auch betonte er einen konservativen Lebensstil, der sein Privatleben ausmacht. So gehe er sonntags in die Kirche, besuche eine Bibelschule, um mehr über seinen Glauben zu erfahren und baue auf seine langjährige Ehe und den Wert der Treue (wir berichteten).

Im aktuellen Interview mit stimme.de betonte er nun, dass sein Leben als gläubiger Christ mit sonntäglichem Kirchgang gut zusammenpasse mit dem Image, das er auf der Bühne präsentiert. Dazu erklärte der 71-jährige, dass er nicht der Auffassung sei, dass Rock’n’Roll die Musik des Teufels sei, im Gegenteil:

„Ich glaube, Gott mag diese Musikrichtung wie jeder andere auch.“

Und weiter:

„Man braucht nicht ein Leben lang den Rockstar-Lifestyle zu pflegen. Diese Phase habe ich hinter mir, ich war ständig betrunken und high. Meine Frau und ich sind mittlerweile seit 43 Jahren verheiratet. Wir betrügen uns nicht. Wichtig ist der Lebensstil, der ist ein Zeugnis.“

Bereits vor 11 Jahren betonte Alice Cooper die Bedeutung der Ehe für sein Leben. Damals sagte er:

„In 32 Jahren habe ich meine Frau kein einziges Mal betrogen. Auch nach 32 Jahren ist sie noch unglaublich toll. Sie ist mein bester Kumpel, sie hat Humor, wir gehen zusammen in die Kirche. Ja, ich bin nach wie vor süchtig, aber nach positiven Dingen.“

Gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit berichtete Alice Cooper im Februar 2012, wie er es schaffte sich vom Alkohol zu lösen und dabei zum christlichen Glauben zurück fand. U.a. sagte er:

„Ich war ein funktionierender Alkoholiker. (…) Ich bedaure diese Erfahrung trotz allem nicht. Allein deshalb nicht, weil sie mich zurück zum Christentum geführt hat. Ich war der verlorene Sohn.“

Er habe damals keine Therapie unternommen. Sein wiederentdeckter Glaube an Gott habe ihm vom Alkohol weggebracht. Dazu betonte Cooper:

„Das Wunder war, dass Gott meine Sucht einfach wegnahm.“

Die Leute in seinem Umfeld hätten sich gewundert, dass er eine so starke Selbstkontrolle entwickelt habe. Dazu sagte er rückblickend:

„Ich kenne mich selbst gut genug. Ich habe in Wirklichkeit überhaupt keine Selbstkontrolle. Ich bin jetzt nur abhängig von der richtigen Person. Und nicht mehr von mir selbst.“

Im Interview mit dem christlichen Magazin Livenet erinnerte Alice Cooper aus eigener Erfahrung daran, dass viele Menschen ihre Erfüllung in Ruhm, Anerkennung und materiellen Dingen suchen und dabei ihr spirtuelles Leben vernachlässigen würden. Dazu erklärte er:

Ich finde, dass die Menschen ihr geistliches Leben vernachlässigen. Sie vernachlässigen ihren Glauben an Gott. Ich denke, dies hinterlässt ein grosses Loch in ihrem Leben. Ja, ich denke, wenn man zu ihm zurückkehrt, ist man zufriedener.“

Quelle: stimme.de, bild.de, zeit.de, livenet.de