Der Bundestag hat die CDU-Vorsitzende Angela Merkel heute zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt. Auch wenn es das Grundgesetz zwar nicht vorsieht, wird Angela Merkel auch dieses mal wie die meisten Politiker beim Schwören ihres Amtseides um Gottes Beistand bitten. Es gibt jedoch auch einige prominente Ausnahmen.

Es sind nur fünf kurze Worte, doch ob sie gesprochen werden oder nicht, findet alle Jahre wieder Beachtung:

„So wahr mir Gott helfe“.

Immer dann, wenn Bundeskanzler oder Bundesminister bei ihrem Amtsantritt den vom Grundgesetz geforderten Eid leisten, sind diese fünf Worte ein Thema. Wer fügt die religiöse Beteuerung am Ende des Eids hinzu und beruft sich damit auf Gottes Hilfe? Wer verzichtet darauf? Und was sagt das über die Amtsführung und das Wertefundament des jeweiligen Politikers aus?

Diesen Fragen wird auf katholisch.de nachgegangen.

Für die Pfarrerstochter und Protestantin Angela Merkel ist der religiöse Zusatz beim Schwören ihres Amtseides ein selbstverständliches Bekenntnis. Bereits 1994 sagte sie im Kontext ihrer Vereidigung als Bundesfamilienministerin:

„Die Formel ›So wahr mir Gott helfe‹ macht uns Menschen bewusst, dass all unser Handeln und Bestreben fehlbar und begrenzt ist.“

Mehr dazu und zur Haltung anderer Politiker unter katholisch.de

 

In der Vergangenheit bekannte Angela Merkel, dass ihr ihre Beziehung zu Gott auch im Rahmen ihres politischen Handelns wichtig ist. Dazu sagte sie u. a.:

„Ich glaube an Gott und die Religion ist auch mein ständiger Begleiter in meinem ganzen Leben gewesen.“

„Wir als Christen sollten uns nicht scheuen, für unseren Glauben einzutreten. Evangelium beinhaltet auch, dass man offen sagt, woher Christen ihre Kraft bekommen, Entscheidungen zu treffen.“

„Die Trennung von Kirche und Staat darf niemals vergessen lassen, dass wir als Menschen ohne den Glauben an Gott schnell überheblich werden.“

„Der christliche Glaube ist der Kompass, zu dem ich das Vertrauen habe, dass er die maßgebliche Richtung anzeigt. Mein Christ-Sein gibt mir Mut und Vertrauen nicht nur im privaten, sondern auch im politischen Geschäft, offen das auszusprechen, was ich denke.“