Die Schauspielerin Annette Frier, die bereits mit dem Deutschen Fernsehpreis und den Deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet wurde, stellte sich kürzlich im Interview für die Reihe „Fragen an das Leben“ im Magazin Chrismon tiefgründigen Fragen. Dabei nahm sie auch Stellung zu ihrer Vorstellung von Gott.

Bereits in der Vergangenheit bekannte sich die 47-Jährige, deren Mutter als Religionslehrerin arbeitete, zum Glauben an Gott (wir berichteten). So erklärte sie etwa, dass sie seit ihrer Kindheit „ein großer Fan von Jesus“ ist, und religiöse Bilder für sie eine enorme Kraft hätten.

Gegenüber der Bild-Zeitung berichtete Frier im März 2015, dass sie sogar einmal mit dem Gedanken spielte, Nonne zu werden. In diesem Interview erklärte die Schauspielerin:

„Ich bin gläubig, Christin. Ich stehe zu meinen Wurzeln. Seit meiner Kindheit bin ich mit diesem Thema vertraut.“

 

Gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger erklärte Annette Frier im Dezember 2017, dass es ihrer Ansicht nach zwischen Himmel und Erde mehr gibt als rein naturwissenschaftliche Erkenntnis. Dazu betonte sie:

„Ich finde es viel plausibler, viel wahrscheinlicher, dass Gott existiert, als dass es ihn nicht gibt.“

Sie sehe jeden Tag kleine Wunder, wenn sie sich nur mit offenen Augen umschaue. Weiter brachte sie zum Ausdruck, dass sie auch an der Kirche festhält und ihre Kinder im christlichen Glauben erzieht, was insbesondere mit Papst Franziskus zu tun hat. Er strahlt für sie etwas anderes aus als Prediger, die antiquierte und verkrustete Gottesbilder darlegten, so „dass sie uns das Tröstliche am Gottesglauben gar nicht mehr spüren lassen“. Weiter sagte sie:

„Deshalb bin ich ja Fan von Papst Franziskus – wie der von Gott redet, toll! Ich musste daran denken, als ich meine Kinder zur Erstkommunion angemeldet habe. Für mich als Kind war die Kommunionvorbereitung eine ganz wichtige Zeit.“

Die Kirche sei auch heute für sie ein Ort, an dem sie sich „wahnsinnig gern“ aufhalte, „um zur Ruhe zu kommen“. Mit ihren Kindern besuche sie den sonntäglichen Gottesdienst und versuche ihnen den Wert von Ruhe näherzubringen, so Frier im Interview im Dezember 2017 mit dem Kölner Stadtanzeiger.

 

Im aktuellen Interview mit dem Magazin Chrismon sprach Annette Frier auch über ihre Vorstellung von Gott, den sie als „schöpferische Kraft“ wahrnimmt. Dazu erklärte sie weiter:

„Es ist ein Spektakel, was allein in jeder einzelnen Zelle geschieht. Wenn man sich vorstellt, was da los ist – wie kann man dann das Schöpferische verneinen?“

Um das nicht zu erkennen, müsste sie sich „mit beiden Händen die Augen zuhalten“, so die Schauspielerin. Zu ihrem persönlichen Glauben sagte sie:

„Der Glaube, auch das Gebet, helfen, weil ich dadurch im Austausch bin, ich bin nicht mehr allein. In Momenten großer Einsamkeit ist es, als käme Licht in die Dunkelheit.“

So könne sie ihre Sorgen abladen, was sie als „unglaublich erleichternd“ empfindet.

Quellen: chrismon.evangelisch.de, bild.de, ksta.de