Foto: Thomas Eberl / PromisGlauben

Astrophysiker Heino Falcke: „Mein Weltbild ist: Es gibt Gott. Punkt“

Was haben folgende Koryphäen der Naturwissenschaften gemeinsam?

Nikolaus Kopernikus (1473 – 1543; Begründer des heliozentrischen Weltbildes), Galileo Galilei (1564 – 1642; einer der wichtigsten Begründer der neuzeitlichen exakten Naturwissenschaften), Johannes Kepler (1572 – 1630; entdeckte die nach ihm benannten Keplerschen Gesetze – die Gesetzmäßigkeiten, nach denen sich Planeten um die Sonne bewegen), Issac Newton (1643 – 1727; gilt als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler), Leonhard Euler (1707 – 1783; prägte die Analysis, die Mechanik, die Strömungsdynamik sowie große Teile der modernen mathematischen Notation), Gregor Mendel (1822 – 1884; Entdecker der nach ihm benannten Mendelschen Regeln der Vererbung und katholischer Priester), Max Planck (1858 – 1947; Begründer der Quantenphysik), Albert Einstein (1879 – 1955; Begründer der Relativitätstheorie), Georges Lemaître (1894 – 1966; Begründer der Urknalltheorie und katholischer Priester), Kurt Gödel (1906 – 1978; einer der bedeutendsten Logiker des 20. Jahrhunderts – erstellte mithilfe der Modallogik den sog. Gödel’schen Gottesbeweis), Anton Zeilinger (*1945; gilt als ein Pionier der Quanteninformationswissenschaft,  erhielt 2022 den Physik-Nobelpreis), Francis Collins (*1950; leitete seit 1993 das Humangenomprojekt, in dem Hunderte von Wissenschaftlern an der vollständigen Entschlüsselung des menschlichen Erbguts arbeiteten) und Heino Falcke (*1966, präsentierte im Jahr 2019 der Weltöffentlichkeit das erste Bild eines Schwarzen Lochs im Universum). 

Sie alle glaub(t)en an einen Schöpfer des Universums!

 

Aktuell berichtet die FAZ in einem Artikel über den Logiker Kurt Gödel (1906 – 1978) und titelt dazu mit der Headline „Kurt Gödels Theologie“. Dabei wird berichtet, dass der bedeutendste Logiker des 20. Jahrhunderts an ein Leben nach dem Tod glaubte. Gödel begründete seine Hoffnung auf ein Wiedersehen nach dem Tod logisch-rational mit folgenden Worten:

„Wenn die Welt vernünftig eingerichtet ist und einen Sinn hat, dann muss es das [ein Leben nach dem Tod] geben.“

Im Rahmen der TerraX-Sendung „Gibt es Gott?“ aus dem Jahr 2023 beschäftigte sich der Astrophysiker Harald Lesch auch mit dem Gödel’schen Gottesbeweis, der im Jahr 2013 durch den KI-Experten Christoph Benzmüller mithilfe eines Computerprogramms bestätigt wurde.

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Vor einem Jahr sprach im PromisGlauben-Interview der Astrophysiker Heino Falcke, der durch seine Forschungen an Schwarzen Löchern bekannt wurde und im Jahr 2019 schließlich das erste Bild eines Schwarzen Lochs im Universum der Weltöffentlichkeit präsentierte, mit uns über die Entstehung des Universums und seinen ihn tragenden Glauben an Gott.

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Aktuell war Heino Falcke im Podcast „Hotel Matze“ zu Gast, in dem er sich über zwei Stunden mit Moderator Matze Hielscher über die Entstehung des Universums, die Besonderheit des Planeten Erde in den unendlichen Weiten des Universums sowie über seinen Glauben an Gott als Ursprung allen Seins unterhielt. Dabei lieferte Falcke ein Feuerwerk an inspirierenden Gedanken und Sprüchen, die in kurzen Clips in den Social-Media-Kanälen des Podcasts „Hotel Matze“ zu finden sind.

Im Gespräch mit Matze Hielscher verweist Heino Falcke immer wieder auf die Besonderheit des Lebens, das er als Geschenk begreift. Alleine die Tatsache, dass wir Leben dürfen, sei schon etwas Besonderes. Angesichts der Ewigkeit des Kosmos sei jede Sekunde des Lebens „etwas ganz Besonderes“.

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Wie unfassbar groß das Universum ist, wird deutlich, wenn Falcke erklärt, dass jeder Blick mit Teleskope in den Nachthimmel eine Reise durch die Zeit ist.

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Bei aller Möglichkeit, die Weiten des Universums zu entdecken, hebt Heino Falcke die Grenzen unseres Wissens hervor. Dabei erklärt er:

„Wir wissen nicht, was vor dem Urknall ist. Wir wissen nicht, was in Schwarzen Löchern ist.“

Dass wir nicht alles wissen können, sei „eingebaut in die Physik“ und eine „grundlegende Eigenschaft dieser Welt“. Es habe für ihn etwas Beruhigendes, dass Leute, die alles begreifen wollen, feststellen müssen, dass das auch physikalisch nicht möglich ist.

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Weiter beschreibt der Professor an der Radboud-Universität Nijmegen den Urknall und Schwarze Löcher als Anfangs- und Endpunkte menschlichen Wissens.

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Im Zuge der Entdeckung Schwarzer Löcher zeigt sich Heino Falcke gewiss, dass es neben den großen beiden Theorien der modernen Physik (Relativitätstheorie von Albert Einstein und Quantentheorie von Max Planck) noch eine weiter große Theorie geben wird.

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Schon früh in seinem Leben fragte Heino Falcke, was hinter allem Sein liegen könnte.

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Den Gläubigen und den Naturwissenschaftler verbindet seiner Meinung nach, dass sie beide auf der Suche sind.

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Über den Zufall hinaus gibt es Falckes Meinung nach einen höheren Sinn.

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Die Frage nach dem Woher des Urknalls und dem Woher der Naturgesetze beschreibt Falcke als elementar bedeutende Lebensfrage, der jeder Mensch nachgehen sollte, weil die Antwort auf diese Frage das persönliche Weltbild bestimme. Dazu erklärt der Astrophysiker:

„Jeder macht sich ein Bild vom Anfang. Und dein Bild vom Anfang bestimmt auch dein Bild von der Welt – selbst wenn es ein Fragezeichen ist.“

So habe jeder Mensch „in gewisser Weise ein Gottesbild“, das sich im Ergebnis unterscheidet. Die Frage nach dem Ursprung könne auch die Annahme eines Multiversums oder ein Inflatonfelds nicht hinreichend beantworten. Vielmehr sähen manche hinter dem Universum nicht mehr als „ein Fragezeichen oder eine Leerstelle“ oder als „eine Sammlung von Naturgesetzen“. Er sei sich dagegen gewiss, dass hinter der Entstehung des Universums „der liebende Schöpfer“ stehe, der für ihn in seinem „ganz einfachen christlichen Glauben“ erfahrbar sei. Zu seinem Blick auf das Woher des Universums betont Falcke:

„Mein Weltbild ist: Es gibt Gott. Punkt“

So sieht er Gott als den „Ursprung auch der Naturgesetze“ und ordnet auch naturwissenschaftliche Erkenntnis seiner Glaubensannahme zu, was der Experte für Schwarze Löcher u.a. wie folgt darlegt:

„Für mich sind Naturgesetze auch Worte Gottes.“

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Gott ist für Heino Falcke der Ursprung von allem. Dazu erklärt er:

„Gott ist sozusagen das ursprüngliche Geheimnis, den du nicht wirklich fassen kannst, den du aber spüren und erfahren kannst.“

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Besonders nahe kommt Heino Falcke Gott durch seinen christlichen Glauben. Erste Erfahrungen mit Gott sammelte er in der kirchlichen Jugendarbeit – siehe HIER.

Insbesondere in Jesus sei Gott „besonders sichtbar und wirklich nah geworden“. Dazu betont er:

„Im Schauen auf Jesus kannst du Gott entdecken.“

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Über das Universum und wissenschaftliche Erkenntnis könne er gar nicht reden ohne den eigenen Glauben zur Sprache zu bringen, erklärt Falcke auf die entsprechende Nachfrage von Matze Hielscher. Dazu betont er:

„Ich kann nicht über die Natur und alles, was mich antreibt, reden und so tun als ob Gott keine Rolle spielt, als hätte Gott mich nicht getragen. Das wäre ja unehrlich.“

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Sein Glaubensperspektive hilft Heino Falcke mit Demut auf die Welt und das Universum zu blicken, was er mit folgendem Statement anklingen lässt:

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Mit seinem wissenschaftlichen Arbeit will Heino Falcke junge Menschen inspirieren, nach neuen Antworten zu suchen bei dem Bewusstsein, niemals alles wissen zu können.

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Anbei der komplette Talk von Astrophysiker Heino Falcke mit Podcaster Matze Hielscher über den Urknall, schwarze Löcher und Gott:

HIER