Bestseller-Autorin Charlotte Link, die zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart zählt, sprach im Interview mit Melanie Fox vom Magazin Stadtgottes, dem Magazin der Steyler Missionare, über ihren christlichen Glauben und den Blick auf den Tod.

Ein prägendes, existenzielles Ereignis im Leben von Charlotte Link war der Tod ihrer Schwester, die vor fünf Jahren im Alter von nur 46 Jahren an Krebs gestorben war. Bis heute vergehe kein Tag, an dem sie nicht an ihre Schwester denke, so die Bestsellerautorin. In ihrem Buch „Sechs Jahre“ schrieb sie über die Krebserkrankung und das Sterben Ihrer Schwester, um Erfahrungen mit Menschen zu teilen, die Ähnliches erleben und Ihnen zu berichten, „dass vieles ganz anders kommt, als man am Anfang denkt, und dass es auch aus vermeintlich hoffnungslosen Situationen heraus oft noch Wege gibt“, so Charlotte Link.

Neben der Familie habe sie auch der Glaube durch diese Zeit getragen, wenn auch nicht von Beginn an. Denn zu Zeiten der Diagnose habe sie „Gott gar nicht so richtig wahrgenommen“, weil ihr Blick einzig und allein auf die Krankheit und die Ärzte und „alles, was damit zusammen hing“, gerichtet war. Weiter berichtet sie vom Wendepunkt in einer schlaflosen Nacht und sagt:

„Dass es da noch eine andere Instanz geben könnte, hatte ich inmitten all der Panik irgendwie aus den Augen verloren. In einer von vielen schlaflosen Nächten begriff ich, dass mir der liebe Gott als einzige, als letzte Anlaufstelle helfen könnte.“

Sie habe sich dann auch ihrem Pfarrer zugewendet, der ihr in der Seelsorge eine große Hilfe war. Gerade in dieser Zeit habe sie viel gebetet. Mit Gott zu hadern, kommt für Charlotte Link nicht infrage. Dazu sagte sie gegenüber dem Magazin Stadtgottes:

„Ich hadere nicht, ich bin davon überzeugt, dass ich irgendwann eine Antwort auf die Frage, warum es so kommen musste, erhalten werde, und dass diese Antwort mich dann auch überzeugen wird.“

Das sei aber „sicherlich“ erst nach ihrem Tod, so Link weiter. Weiter beschrieb sie, dass sie sich gewiss sei, dass sie ihre Schwester nach dem Tod wiedersehe, was eine „Mischung aus glauben und zutiefst hoffen“ sei.

Nach dem Tod ihrer Schwester habe sie eine große Leere empfunden, die bis zu einer „tiefen Depression“ führte. Eine wesentliche Kraft, die sie aus diesem Loch wieder herausfinden ließ, war der Glaube. Der Glaube an einen übergeordneten Sinn habe ihr geholfen, so Charlotte Link. Dazu beschreibt sie weiter:

„Er (Der Glaube) war wie eine Strickleiter, an der ich hochgeklettert bin.“

Das komplette Interview, wo Charlotte Link auch auf den weitern Umgang mit dem Tod ihrer Schwester weiter eingeht, gibt es im aktuellen Magazin der Steyler Missionare „Stadtgottes“.

Quelle: stadtgottes.de

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.