Foto: Manfred Werner - Tsui, Barbara Wussow Wien2008, cropped, CC BY-SA 3.0

Die Schauspielerin Barbara Wussow wollte als Kind Nonne werden. Auch, wenn es dazu nicht kam, bekennt sie sich offen zu ihrem christlichen Glauben. Darüber sprach sie aktuell mit Pater Max Cappabianca in der Serie „So gesehen – Talk am Sonntag on Tour“ in der Sissy-Kapelle am Lebensbaumkreis bei Wien. Ein Ort, der für die heute 59-Jährige seit ihrer Kindheit eine Kraftquelle darstellt. Dabei berichtete sie von ihrem Aufwachsen im Glauben und wie der Glaube bis heute ihr Lebensbegleiter ist.

Nach einem Rundgang am Lebensbaumkreis stellte Pater Max fest, dass Barbara Wussow eine „sehr spiritueller Mensch“ ist, der stark durch die christliche Erziehung geprägt worden ist. Diesbezüglich erklärte die Schauspielerin, die sich seit Jahren öffentlich zum christlichen Glauben bekennt:

„Mein Vater war protestantisch und meine Mutter katholisch.“

Weiter berichtete sie, dass sie in München geboren wurde und dann mit ihren Eltern nach Wien, „ins katholische Österreich“, gezogen ist. Dort sei sie wie schon ihre Mutter in eine katholische Klosterschule gegangen, in der sie „superglücklich“ gewesen sei. Sie sei bis zum Abitur in diese Schule gegangen, in der dann auch ihre eigenen Kinder aufs Leben vorbereitet wurden.

„Das war ein angenehmes Heranführen an den Glauben.“

In besonderer Erinnerung blieben ihr die Schulmessen und die Weihnachtsfeiern sowie die Möglichkeit vor der Mathematikarbeit in der Schulkapelle zu beten. Auch begegnete sie dort einem „tollen Priester“ begegnet, der für die Kinder und Jugendlichen da war und für den Glauben begeistern konnte. Dazu resümierte Barbara Wussow:

„Ich bin so normal mit dem Glauben aufgewachsen und missioniere nicht, aber lebe vor.“

Auch ihren Kindern habe sie den Glauben vorgelebt, ist mit ihnen sonntags in die Heilige Messe gegangen und habe so etwas grundgelegt, auf das ihre Kinder im Leben zurückgreifen können. Weiter habe sie ihren Kindern folgendes mit auf dem Weg gegeben:

„Ich habe ihnen gesagt, dass ich so viele Lebenssituationen hatte, die ich, ohne gläubig zu sein, so nicht hingekriegt hätte.“

Konkret nannte sie dabei den Umgang mit dem Tod ihrer Mutter und dem Tod ihres Vaters. Dazu erklärte sie:

„Ich habe fünf Menschen in den Armen gehalten in ihren letzten Minuten. (…) Ich hab keine Angst vor dem Tod. Da ist eine unglaubliche Kraft in dem Moment.“

Weiter sagte sie:

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns sowohl körperlich als auch geistig wiedersehen werden.“

Dabei merkte sie an, dass sie sich, wenn sie diese „hundertprozentige“ Überzeugung nicht hätte, die Frage stellen würde, was dieses „kleine Leben auf dieser Welt“ mit all den Leiderfahrungen solle und was für einen Sinn das Leben hätte, wenn mit dem Tod alles vorbei sei. Dazu betonte sie:

„Es ist doch schön die Perspektive zu haben ‚Wir sehen uns alle wieder‘.“

Darauf angesprochen, dass sie ein Kreuz um den Hals trägt, erklärte die Schauspielerin, dass sie es selbst bei Filmdrehs trage, vorausgesetzt dass es zur Filmfigur passe. Dieses Kreuz bekam sie von ihrer Mutter geschenkt, als sie mit 38 Jahren schwanger war. Ihre Mutter habe ihr dazu gesagt, dass sie es „Tag und Nacht“ tragen solle und dass sie durch dieses Kreuz Schutz erfahre. So trage sie dieses Kreuz seit 21 Jahren „Tag und Nacht“.

Auch mit ihrem Mann, dem Schauspieler Albert Fortell, mit dem sie seit 38 Jahren verheiratet ist, verbindet sie der Glauben. Bei der Erziehung ihrer Kinder sei ihnen vor allem wichtig gewesen, sie zu „menschenfreundlichen“ und „menschenliebenden Wesen“ zu erziehen und ihnen den Glauben näher zu bringen. Heute bete sie auch dafür, dass ihre Kinder „dabei bleiben“ und den Glauben als Kraftquelle erkennen. Mit Blick auf ihren Glauben ist ihr persönlich das soziale Engagement wichtig.

Das Interview, in dem sie auch über ihre Leidenschaft für ihren Beruf die Schauspielerei spricht und über eine besondere Erfahrung im Glauben, die sie beim Gebet von einem Arzt nach einem Dreh für das Traumschiff in der Corona-Zeit gemacht hat (wir berichteten) sowie über ihr soziales Engagement, gibt’s zu sehen unter:

katholisch.de

 

Hinweis: Pater Max Cappabianca, der Barbara Wussow interviewte, schrieb aktuell einen nachdenkenswerten und sehr lesenswerten Standpunkt mit dem Titel „In der Kirche braucht es die Mutigen!“