Deutschlands ehemalige First-Lady Bettina Wulff hat zusammen mit ihrem Pfarrer Heino Masemann ein Buch geschrieben, in dem nach Angaben der Bild-Zeitung „ganz viel lieber Gott“ vorkomme. Das Buch trägt den vielsagenden Titel „Anders als gedacht – wie ich lerne, was wirklich zählt“.

Bettina Wulff bekennt sich schon seit Jahren ganz selbstverständlich zum christlichen Glauben. Wie die Bild-Zeitung berichtet, gab die 46-Jährige aktuell folgendes Statement zu ihrem Glauben:

„Manchmal benutzt Gott unsere Ge­fühle, um uns auf eine neue Spur zu setzen. Manchmal klingelt das innere Telefon – und Gott ruft bei mir an.“

 

Zum Reformationsjubiläum im Jahr 2017 war Bettina Wulff Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In dieser Funktion war sie im September 2017 zu Gast beim ‚Talk im Turm‘ der evangelischen Christuskirchengemeinde Bad Vilbel, um darüber zu diskutieren, ob Kirche in der postmodernen Gesellschaft noch eine Rolle spielt.

Zu ihrer christlichen Prägung sagte Bettina Wulff, dass sie in einem lutherisch geprägten Elternhaus groß wurde. Ihr Interesse und ihre Neugier im evangelischen Glauben weiter zu wachsen, habe bei ihr der Pastor geweckt, der sie konfirmiert habe. Weiter erklärte sie zu ihrem Aufwachsen im christlichen Glauben:

„Ich habe Jugendgruppen geleitet, im Kirchenchor gesungen, engagiere mich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Erwachsene in der Kirche. Als Reformationsbotschafterin lade ich alle Menschen ein, sich über ihren Glauben Gedanken zu machen, sich mit der Kirche zu beschäftigen.“

Die Rolle der Kirche in der Gesellschaft sieht sie als aktive, sich am gesellschaftlichen Diskurs beteiligende. Dazu betonte sie: Kirche sollte sich „politisches Geschehen einmischen, sich weniger mit sich selbst beschäftigen und Menschen, die anderer Meinung sind, ansprechen“.

Weiter hob Wulff bei dieser Veranstaltung die „Selbstverantwortung des freien Christen“ hervor. So habe sie ihr Amt als Reformationsbotschafterin darin bestärkt, sich mit ihrem christlichen Glauben nicht ins Private „zurückzuziehen“. Vielmehr sei es wichtig, „zu seinem christlichen Glauben zu stehen, eine Position zu beziehen und auch dazu zu stehen, selbst wenn man dadurch angreifbar wird.“
Überdies würde sie es begrüßen, wenn wieder mehr Menschen den Weg zur Kirche finden würden. Vielen sei gar nicht bewusst, „wie viel soziale Infrastruktur“ die Kirchen vorhielten, etwa „durch Kitas, Altenheime und Krankenhäuser“, betonte Bettina Wulff seinerzeit weiter.

 

In ihrem Statement als Reformationsbotschafterin erklärte sie ihre Beziehung zu Gott u.a. mit folgenden Worten:

„Für mich ist es sehr wichtig, in meinem Leben zu spüren, dass ich von Gott geliebt werde.“

Sich darauf beziehen zu können und darauf vertrauen zu können, trage sie auch in schwierigen Situationen, so Bettina Wulff weiter.

Quellen: bild.de, ekd.de, fnp.de, wetterauerzeitung.de, YouTube.com

 

Hier das Statement von Bettina Wulff zum Reformationsjubiläum 2017: