Der deutsche Biathlon-Trainer Wolfgang Pichler, der im Lauf seiner Karriere unter anderem die Weltmeisterin und erfolgreichste Biathletin der Weltcupgeschichte Magdalena Forsberg trainierte, machte im Herbst 2020 eine existenzielle Erfahrung, die ihn nach eigenen Worten demütiger und gläubiger werden ließ, wie der gebürtige Ruhpoldinger kürzlich im Interview mit dem Münchener Merkur schilderte.

Der langjährige Biathlon-Coach hätte seinen im September bei einer Radtour in der der Nähe des Waginger Sees erlittenen Herzinfarkt fast nicht überlebt. Gegenüber dem Münchner Merkur sagte Wolfgang Pichler, dass er drei Minute tot gewesen sei, ehe ihn die Ärzte reanimieren konnten. Anschließend habe er drei Tage im Koma gelegen und mit „Riesenglück“ überlebt.

Auf die Frage, ob er nach dieser Grenzerfahrung einen anderen Blick aufs Leben habe, antwortete der 65-Jährige:

„Ich bin schon demütig geworden. Und zwar richtig demütig.“

Ihm sei bewusst geworden, wie viel Glück er hatte, insbesondere, weil er nicht alleine unterwegs war und sofort Hilfe zur Stelle war. Weiter betonte der langjährige schwedische Erfolgscoach:

„Wenn du so etwas überlebst, dann glaubst du an etwas, du wirst gläubig.“

Er glaube „schon an Gott“ und daran, dass er „einfach noch nicht so weit“ war. Weiter erklärte er Erfolgstrainer aus Ruhpolding:

„Ansonsten gibt es das nicht, dass so viele Zufälle, die mich gerettet haben, zusammenkommen.“

Inzwischen blickt Wolfgang Pichler wieder nach vorne und ist bereits wieder als Funktionär im Biathlon-Geschäft tätig.

Quelle: merkur.de