Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der Magdeburgerin Juliana Gombe am 22. Mai, dem 69. Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes, im Schloss Bellevue das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Die aus Angola stammende Sozialarbeiterin engagiert sich seit 1996 für ein friedliches Zusammenleben – hilft vor allem bei der Integration von Flüchtlingsfamilien. 

Juliana Gombe kam als politischer Flüchtling aus Angola nach Deutschland. Sie hatte in ihrer Heimat eine politische Zeitschrift herausgegeben, in der sie die Korruption und die Diktatur kritisierte. 1997 musste sie mit ihrerm Mann und ihrer damals dreijährigen Tochter fliehen, weil sie in Angola nicht mehr sicher waren. Dazu sagt sie heute:

„Wir haben gedacht, wir könnten unser Land ändern, indem wir allen Leuten erklären, was los ist, warum alle so korrupt sind, warum die ganze Regierung korrupt ist.“

Auch in Deutschland riss ihr Tatendrang für ein friedliches Zusammenleben nicht ab, auch nicht nach einem Angriff von Rechtsextremen, bei dem Gombe schwer verletzt wurde.

Dafür wurde sie nun mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Im Interview mit MDR SACHSEN-ANHALT betonte sie, dass ihr Glaube an Gott sie motiviert, sich immer weiter für Toleranz einzusetzen.

Der Glaube helfe ihr im Alltag sehr. Weiter sagt sie mit fester Gewissheit:

„Nur mit Gottes Hilfe schaffe ich, all das zu machen. Sie haben mich im Fernsehbeitrag ‚Powerfrau‘ genannt. Diese Power nehme ich von Gott. Nur von Gott kommt diese Kraft.“

Solange sie lebe und Kraft habe, werde sie „für Toleranz leben“ und ihre Kraft „in diese Stadt Magdeburg“ investieren.

Juliana Gombe – eine beeindruckende Frau!

Quellen: mdr.de und deutschlandfunknova.de