Freiburgs Bundesligacoach Christian Streich ist für seine legendären Pressekonferenzen bekannt, in denen er sich hin und wieder auch zu Gott und der Welt äußert. Unvergessen ist die Pressekonferenz vor einem Jahr, auf der er auf den Ablösewahnsinn im Fußball angesprochen wurde und er mit Blick auf den biblischen Begriff Mammon erklärte, dass der „Gott des Geldes“ alles verschlinge und es für jeden einzelnen gelte, sich jeden zu reflektieren (wir berichteten).

In einem aktuellem Interview mit dem Stern nahm er nun erneut nach einem „Fußballmanchesterkapitalismus außer Rand und Band“ gefragt, erneut Stellung und sagt:

„Ich schau mir das nicht mehr an. Es interessiert mich nicht, ob der oder der so viel verdient, ob bei einem Transfer eine Milliarde fließt. Wenn ich mich nicht davon distanzierte, würde ich verrückt.“

Wenn er darüber „bis in die letzte Konsequenz“ nachdenken würde, müsste er alles hinwerfen, so Streich weiter.

Auch nahm er wiederum Bezug auf seine Klage, dass der Mammon alles verschlinge und erklärt dazu, dass das so sei, „wenn wir nicht aufpassen“.

Weiter betont er:

„Meine Oma hat immer gesagt und sich dabei auf die Bibel bezogen, ‚der Mammon ist der Teufel, wenn man ihn falsch einsetzt‘. Der macht dich natürlich kaputt, der zerstört deinen Kopf.  Ich muss auch kämpfen, täglich, dass ich mich nicht korrumpieren lasse von Dingen, die nicht gut für mich sind.“

Er versuche deshalb sich eine Distanz zu bewahren, „um relativ unbeschadet zu überleben“. Dabei bewahrt er sich eine Haltung, die sich nicht auf „krumme Geschäft“ einlässt. er beteilige sich „nicht an unlauteren Dingen“ und mache „keine Deals mit irgendwelchen Beratern“. Seine Motivation im Fußballgeschäft bestehe nicht im Profit, sondern:

„Ich will mit den Jungs raus auf den Rasen, wir üben zusammen, wir reden miteinander, und dann will ich mit ihnen so spielen, dass die Zuschauer glücklich sind.“

Das komplette Interview gibt’s im Magazin Stern.

Quelle: stern.de

 

Hier noch mal ein Auszug aus der Pressekonferenz mit Christian Streich vor einem Jahr: „Der Gott des Geldes verschlingt alles!“