Foto: Aron Simeneh, PM Abiy Ahmed Ali, cropped, CC0 1.0

Der christliche äthiopische Premierminister Abiy Ahmed, der am 23. September bereits mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet wurde, erhielt nun auch den Friedensnobelpreis 2019. Der 43-jährige wird für seinen Einsatz zur Lösung des Grenzkonflikts zwischen Eritrea und Äthiopien ausgezeichnet.

Wenn Abiy Ahmed dafür eintritt verfeindete Ethnien und Religionsgruppen zu einen, dann weiß er, wovon er spricht. Abiy, der am 15. August 1976 in Beshasha, einer Kleinstadt im Zentrum Äthiopiens, geboren wurde, lernte den Wert der Versöhnung von klein auf kennen. Sein Vater war ein Muslim aus der größten Ethnie, der Oromo, im Land. Seine Mutter war orthodoxe Christin und Amharin und damit Angehörige der zweitgrößten Volksgruppe.

Wie die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) auf ihrer Internetseite berichtet, hätten ihm seine Eltern „schon in jungen Jahren die Werte Toleranz und Verständnis über Spaltungen hinweg vermittelt“.

Abiy Ahmed selbst entschied sich für den christlichen Glauben.

Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, ist in seinen Reden und Interviews „Liebe“ eines seiner Lieblingswörter.

Einen ausführlichen Bericht zum friedvollen Wirken von Abiy Ahmed in Äthopien gibt’s unter domradio.de

Quellen: idea.de, jesus.ch und domradio.de