Vielen deutschen Fußballfans ist Colin Bell als Abwehrspieler des 1. FSV Mainz 05 ein Begriff. Dort spielte er Ende der 1980er Jahre. Nach seiner aktiven Zeit als Fußballspieler, wurde er Trainer. Inzwischen kann Colin Bell auf eine ereignisreiche Karriere im Fußballgeschäft zurückblicken. Im Moment arbeitet der gebürtige Engländer als Trainer der Frauennationalmannschaft Südkoreas. Mit dem 1.FFC Frankfurt holte er 2015 in einem dramatischen Finale gegen Paris St. Germain mit seiner Mannschaft sogar den Titel in der Champions League der Frauen. Aber der größte Sieg seines Lebens war wohl ein anderer.

An einem Sonntagmorgen im April 2004 zappt der Trainer durch die Fernsehsender, bis er einen Amerikaner über Jesus reden hört. Diesbezüglich erklärte der heute 58-Jährige in einem Interview mit der Sächsischen Zeitung im Mai 2015:

„Ich wusste bis dahin nur, dass er ans Kreuz genagelt wurde und Weihnachten das Fest der Geburt Jesu Christi ist.“

Bell will eigentlich gleich weiterzappen, schafft es aber nicht. Gebannt hört er den Worten des Amerikaners zu. Der Mann im Fernsehen redet über Lebenswandel, Egoismus und falschen Stolz. Bell fühlt sich ertappt. Er will mehr wissen, liest in der Sportler-Bibel, die ihm ein Fan geschenkt hat. Schließlich sucht er den Kontakt zu einem Trainerkollegen, der gläubig ist. Sie treffen sich in einer Kneipe. Das Gespräch dauert über drei Stunden. Zu Hause geht Colin Bell auf die Knie. Diesen Moment beschreibt er gegenüber der Sächsischen Zeitung wie folgt:

„Ich weinte wie ein kleines Kind, bat Jesus um Verzeihung und nahm ihn in mein Leben auf.“

Bell war bis zu diesem Zeitpunkt kein Kind von Traurigkeit. Ihm wurden zu viele Frauengeschichten nachgesagt. Der erste Weg nach seiner Bekehrung führt ihn deshalb zu seiner Ehefrau. Ihr beichtet er alle seine Sünden. Seine Frau verzeiht ihm. Die Ehe übersteht die Krise und hält nun schon fast 30 Jahre.

Seine persönliche Beziehung zu Jesus Christus hat das Leben von Colin Bell verändert. Dazu äußert er sich, wie auf auf www.life.de zu lesen ist, wie folgt:

„Eine persönliche Beziehung zu Jesus ist wichtig. Das verändert Menschen. Der Glaube bewahrt uns nicht vor Tiefschlägen. Wir erleben genauso Verlust, Trauer, Depression. Aber die Beziehung zu Jesus ist entscheidend.“

Colin Bell ist davon überzeugt, dass man mit Jesus ins Gespräch kommen kann. Gebet und Bibellesen gehören zu seinem neuen Leben dazu.

Der Glaube an Gott hat auch Auswirkungen auf Bells Einstellung zum Beruf. Dazu erklärte er im Interview bei Gottseidank.tv:

„Bevor ich Christ geworden bin, ging´s um mich, dass ich so schnell wie möglich nach oben komme. Dazu habe ich meine Spieler benutzt. Nach meiner Bekehrung habe ich angefangen, Menschen zu dienen.“

Was er darunter versteht, konkretisiert der gläubige Fußballtrainer im weiteren Gesprächsverlauf:

„Es ist eine wunderbare Aufgabe, jungen Menschen zu helfen, sie zu unterstützen und selbst auch dazuzulernen. Ich möchte jungen Menschen helfen auf ihrem Weg als Sportler, aber ich möchte auch Impulse geben für ihre Persönlichkeit.“

Die Frage, was denn der größte Sieg seines Lebens gewesen ist, wurde Colin Bell bisher noch nicht gestellt. Aber eines ist dem Trainer klar:

„Gott liebt mich, ob ich gewinne oder verliere. Und er hat immer einen guten Plan.“

Quellen: saechische.de, life.de, youtube.com (1), youtube.com (2)

Autor: Martin Meyer

 

Hier ein Beitrag in der Sendung Club700 über Colin Bell’s Erfahrungen im Glauben: