Jürgen Klopp: „Man muss manchmal auch eine Niederlage wieder spüren“

4 D“ kennzeichnen die Arbeit auf mentalem Gebiet von Jürgen Klopp. Das sind Demut, Dankbarkeit, Dienen und Durchhaltevermögen, wie die Aachener Zeitung vor kurzem berichtete. Aktuell äußerte der Trainer des FC Liverpool gegenüber der Bild-Zeitung, dass es hinsichtlich einer demütigen Grundeinstellung mitunter gut tun kann, eine Niederlage zu erleben.

Mit Blick auf das frühe Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM 2018 sagte Kloppo:

„Man muss manchmal auch eine Niederlage wieder spüren – und wenn du sie gespürt hast, dann kannst du daraus auch wieder eine neue Kraft ziehen.“

Nach seiner persönlichen Niederlage in diesem Jahr mit seinem FC Liverpool gegen Real Madrid im Champions-League-Finale, reagierte er gelassen (wir berichteten) und sagte u. a.:

„Ich bin 50, ich kann mit Niederlagen umgehen.“

Orientierung erhält Jürgen Klopp bei seiner Wertehaltung durch seinen christlichen Glauben, den er in Interviews auf Nachfrage immer wieder bekennt, auch wenn er sich dann mitunter kritischen Nachfragen stellen muss, wie im Interview mit der Frankfurter Rundschau im Jahr 2012. Dort musste er sich rechtfertigen, warum er als Christ Werbung für verschiedene Unternehmen macht und sich dazu äußern, ob er im sozialen Bereich auch „pro bono“ und „ohne Geld zu haben“ sei.

Auf den Einwand des Interviewers, dass sein Glaube „fast immer“ Thema sei, wenn er Interviews gebe und ob das „ein Stück Missionsauftrag“ für ihn sei, antwortete Jürgen Klopp, dass es doch vielmehr so ist, dass er von „Euch Journalisten“ danach gefragt werde und er es „meinetwegen“ einfach sein lassen könne, „wenn es Sie nicht interessiert“.

Auf die anschließend Anmerkung, dass es ihn interessiere, verbunden mit dem nächsten Einwand „Nur würden andere Gesprächspartner vielleicht sagen: Religion ist Privatsache. Sie hingegen reden offen darüber“, reagierte Jürgen Klopp verwundert und sagte:

„Ja, klar. Gläubig sein, aber nicht darüber reden wollen – ich wüsste überhaupt nicht, wie das gehen sollte! Wer mich nach meinem Glauben fragt, dem gebe ich Auskunft.“

Das tue er nicht, weil er etwa „einen missionarischen Anspruch“ hätte, sondern vielmehr aus folgendem Motiv:

„Wenn ich im Glauben auf mich und mein Leben schaue – und die Zeit dafür nehme ich mir jeden Tag –, dann fühle ich mich einfach sensationell gut aufgehoben. Und ich finde es schade, wenn anderen Leuten dieses Gefühl der Geborgenheit fehlt – ohne es zu wissen, logischerweise, denn sonst würden sie wahrscheinlich danach suchen.“

An anderer Stelle sagte Kloppo einmal, dass es sein Glaube an Gott ist, der ihm die nötige Lockerheit gebe, „mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen“.

Genau diese Begeisterung strahlt Jürgen Klopp aus und steckt damit auch andere an.

Quellen: bild.de, rp-online.de; fr.de, stern.de, promisglauben.de, aachener-zeitung.de

 

Als Reformationsbotschafter 2017 bezog Jürgen Klopp in einem Video-Interview Stellung zu seinem Glauben: