Der Musiker Stefan Stoppok (u.a. Dumpfbacke, Wetterprophet) führte in der letzten Zeit einige Interviews zu seinem neuen Album „Jubel“, das gestern erschienen ist und vom MDR KULTUR-Musikredakteur Jan Kubon als „ein Soundtrack der Liebe“ beschrieben wurde. Im Interview mit dem MDR nahm der 63-jährige, der sich auf seinem neuen Album den existenziellen Themen der Menschheit zuwendet, auch Stellung zur Glaubensfrage.

Nachdem sich Stoppok als Menschenfreund bezeichnete, folgte im MDR-Interview die Gretchenfrage. Auf die Frage, ob er an Gott glaube, antwortete der vielseitige Musiker:

„An eine höhere Kraft, auf jeden Fall.“

Weiter erklärte er:

„Ich bin katholisch erzogen, musste aber mit der katholischen Kirche dann irgendwann mal brechen.“

Dabei kritisierte Stoppok, dass die Lebensweisheiten der Bibel oder des Korans „von Menschen umgedeutet werden, um Druck auszuüben“.

Sein persönliches Werteempfinden bringt Stoppok, der auf mdr.de in einer Rezension zum neuen Album als „sowas wie die ehrliche Haut im deutschen Musikbusiness“ beschrieben wird, auf seinem neuen Album u.a. in den Songs „Verjubeln“ und „Lass sie rein“, die er als Vorabsingles veröffentlichte, zum Ausdruck.

Zur Intension des Songs „Lass sie rein“ erklärte der 63-jährige, dass dieser Song „kein Lied zur Flüchtlingspolitik“ ist. Er selbst habe beim Schreiben des Textes mit sich „gerungen“. Dazu erklärte er im MDR-Interview:

„Mein Herz sagt aber: ‚Ja, lass sie rein‘. Keiner verlässt freiwillig seine Heimat. Ich denke, die meisten Menschen würden sich wünschen, dass alle gemeinsam auf dieser Welt leben können und dass kein Blut an unserem ‚Wir‘ klebt.“

Auf diesen Song, der daran erinnert, Menschen in Not zu helfen, wie etwa dem geschändeten Mädchen, dem gebrochenen Mann oder der Frau, die ihre Heimat verloren hat, folgte nach Aussage Stoppoks „ein mächtiger Shitstorm, wie ich ihn noch nie erlebt habe“. Im Sekundentakt seien auf YouTube „Hass-Kommentare“ erschienen, so Stoppok weiter. Ein Shitstorm für eine Forderung, die als Song formuliert zutiefst menschlich ist.

Im Song „Verjubeln“ macht Stoppok die Zerstörung der Schöpfung zum Thema und erklärt dazu im MDR-Interview in seiner ihm typischen Art:

„Ich bin fest überzeugt, dass wir die Welt nicht komplett kaputt kriegen. Erst machen wir uns hier vom Acker. Dass die Welt sich dann wieder erholen kann, das finde ich einen wunderbaren Gedanken.“

Stoppok – ein Künstler mit Tiefgang!

Zu seinem Konzert in der Worpsweder Music Hall im Oktober 2019 titelte der Weser Kurier „Stoppok in der Music Hall: Spezialist gegen Herzlosigkeit“. Dies kommt sehr schön in seinem Song „Nur ein Herz“ aus seinem Album „Sensationsstrom“ aus dem Jahr 2008 zur Geltung, in dem er auch besingt, dass nur ein Herz Wasser in Wein verwandeln kann. Insgesamt sind Konzerte von Stefan Stoppok ein besonderes Erlebnis, weil sie sowohl musikalisch als auch durch die spontane Konversation des Künstlers eine besondere Note haben.

Die zitierte Rezension zu seinem neuen Album „Jubel“ gibt es HIER

Das Interview mit mdrKultur gibt’s unter mdr.de

 

Hier sein Song voller Nächstenliebe 

 

Hier ein schöner Einblick ins neue Stoppok-Album „Jubel“, das große Menschheitsfragen zum Thema hat: