Beim „Talk am Dom“ trafen aktuell der Entertainer Harald Schmidt und der Kölner Domorganist Winfried Bönig aufeinander und unterhielten pointensicher ein amüsiertes Publikum, das die ungewöhnliche Kombination aus Entertainer und Kirchenmusikprofessor erleben durfte. Bönig und Schmidt sprachen über das, was sie verbindet: die Orgel. Denn was vielleicht nicht so bekannt ist:

Auch Harald Schmidt ist „richtiger“ Kirchenmusiker; er hat die C-Prüfung absolviert und sogar früher in einer Kirche als Organist gearbeitet.

In einem Artikel im Focus am 22.12.2014 bezeichnete sich Harald Schmidt mit Blick auf seinen kirchlichen Werdegang als

„Katholik und Hilfsorganist. Als einer, der eine stramme Laufbahn in Kirchenchören und bei den Pfadfindern hinter sich hat. Der sich gern werktags mal in die Kirche setzt und eine Kerze anzündet. Der den Heiligen Geist zu ahnen glaubt, wenn er von französischen Orgelromantikern zugedonnert wird.“

Auch im aktuellen Gespräch bei „Talk am Dom“ wird seine Leidenschaft für die Kirchenmusik spürbar. Voller Bewunderung spricht der Entertainer über den Domorganisten Winfried Bönig.

„Wenn Winfried Bönig spielt, klingt das alles ganz anders, als wenn ich mich an die Orgel setze“,

beschreibt er die Virtuosität, die eben den Unterschied zwischen einem C-Musiker wie ihm und einem A-Musiker wie dem Professor ausmache.

Kennengelernt haben sich die beiden bei der Taufe des jüngsten Kindes des TV-Stars. Damals konnte der Gemeindeorganist in der Pfarrei, zu der der praktizierende Katholik Schmidt gehört, beim Taufgottesdienst nicht spielen. Bönig ersetzte ihn und Schmidt war sich sehr wohl der Ehre bewusst, den Domorganisten dort zu hören.

Dass Harald Schmidt nicht nur über Musik reden kann, sondern wirklich etwas davon versteht, stellte er unter Beweis, als Winfried Bönig am Klavier einen Bach-Choral intonierte und der Entertainer einige Passagen mit der Harmonika übernahm. Auch das gemeinsame Spiel offenbarte die große Gemeinsamkeit der beiden Musikfreunde.

Vor 3 Jahren sprach Harald Schmidt in einem Interview über seine Lieblingskirchenlieder. Zu seinen Lieblingschorälen gehöre „Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh, mit mancherlei Beschwerden, der ewigen Heimat zu“. Er liebe auch die Choräle „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ und „Ein Haus voll Glorie schauet“.

Quellen: die-tagespost.de, rp-online.de, domradio.de, kath.net und focus.de