Foto: Sebastian Gomoll, Karl-Mueller-Portrait, CC BY-SA 3.0

Der Schweizer Unternehmer Karl Müller, der der Erfinder der Masai Barefoot Technology und der danach hergestellten MBT-Schuhe und kyBoots ist, gab aktuell der Schweizer Zeitung Tagblatt ein Interview, in dem er immer wieder auf seinen Glauben an Gott zu sprechen kam und zum Ausdruck brachte, dass er sein Leben wie auch seinen beruflichen Erfolg als Geschenk Gottes sieht.

Karl Müller versucht sein Leben so zu gestalten, dass er sich von Gegebenheiten, die er nicht verändern kann, nicht in seiner Stimmung beeinflussen lässt. Dazu betonte der 66-jährige:

„Ich nehme alle Umstände als gottgegeben an. Das ist ein biblisches Prinzip. Denen, die Gott lieben, dient alles zum Besten.“

Dinge, die anders kommen, als er es erwartet, sieht er dabei „als Herausforderung, meinen Charakter zu trainieren“, so Müller weiter.

Weiter brachte er im Tagblatt-Interview zum Ausdruck, dass er sein Talent als „Gabe Gottes“ und welche hohe Bedeutung der christliche Glaube in seinem Leben hat. Auf die Frage, welches Buch er zuletzt gelesen habe, antwortete Karl Müller:

„Das einzige Buch, das ich lese, ist die Bibel.“

Aus den Texten der Bibel könne er für sein Leben „am meisten herausziehen“, so der erfolgreiche Unternehmer weiter.

Neben dem Glauben an Gott betonte Karl Müller, der mit seiner Frau, der Koreanerin Jung-Suk Goh, vier eigene und drei Pflegkinder hat, auch den Stellenwert der Familie und einer einfachen Lebensführung für sein Leben.

Den christlichen Wert der Nächstenliebe stellte er im Interview heraus, als er darauf verwies, dass er Glück als etwas nicht erstrebenswertes sehe, weil Glück „etwas Egoistisches“ sei, das zudem von den Umständen abhänge. Seinen Fokus lege er eher auf Freude, weil „es bei der Freude darum geht, jemand anderem etwas Gutes zu tun“, so der 66-jährige.

Ganz in diesem Sinne ist ihm auch soziales Engagement für ein erfülltes Leben wichtig. So ist auf Wikipedia zu lesen, dass sich Karl Müller mit seiner Familienstiftung „KM Foundation“ für soziale Projekte engagiert. Mit seiner Stiftung, die aus der christlichen Überzeugung, dem Nächsten in Not zu helfen, entstanden ist, unterstützt Müller benachteiligte Menschen auf der ganzen Welt. Nach Angaben auf Wikipedia fließen zwischen 10 und 20 Prozent des jährlichen Gewinns von seinen Unternehmen an die KM Foundation, die weltweit 40 Projekte betreibt.

Seine heutige Lebenseinstellung hatte Karl Müller früher nicht. Zum Wendepunkt in seinem Leben kam es Ende der 80-er Jahre, als er mit Geschäften in Asien mehrfacher Millionär war und durch gewisse Lebensumstände nach dem Sinn des Lebens suchte. Über seinen Weg zu Gott berichteten vor Jahren das Schweizer Magazin Livenet und das österreichische Wirtschaftsmagazin trend. [Anmerkung: Die folgenden Aussagen gab Karl Müller auch für unsere Schulausstellung „Was Promis glauben“ frei].

Seine damalige Lebenssituation beschrieb Karl Müller damals wie folgt:

„Was immer ich anrührte, wurde zum Goldesel. Ich sah das Geld förmlich auf der Straße liegen.“

Nach seinem Abschluss zum Maschinenbauingenieur in der Schweiz wanderte er 1979 mit einem einzigen Koffer nach Südkorea aus. Dazu berichtete er:

„Ich habe in Korea 12 Jahre geschäftet und hatte einen Riesenerfolg. Dort bist du erst wer, wenn du viel Geld verdienst. Vorher will dich keiner kennen. Aber dann standen die Leute Schlange vor dem Swiss Chalet. Während der Olympiade 1988 hatten wir dort alle Medaillenfeiern der Schweizer. Ich wurde jeden Abend von Unternehmern eingeladen, weil ich der einzige Ausländer weit und breit war. Wir haben nicht getrunken; wir haben gesoffen. Langsam, aber sicher, wurde ich zum Wrack.“

Und weiter:

„Ich rannte nur Geld und Erfolg nach. Ohne es zu merken, wurde ich zum Work- und Alkoholiker. Meine Frau verstand mich nicht, wollte sich scheiden lassen.“

Als schlussendlich sein Körper kollabierte, war er zu einem Jahr Auszeit gezwungen. In dieser Zeit suchte er nach dem tieferen Sinn des Lebens. Er diskutierte mit buddhistischen Mönchen, suchte den Rat von Taoisten und Konfuzianisten, las stapelweise esoterische Bücher und landete schließlich bei der Bibel.

Dazu betonte er:

„Ich lernte Jesus als meinen Herrn und Erlöser kennen. Das war mein größter Tag.“

Mit diesem Tag veränderte sich Müller’s Perspektive aufs Leben. 1989 verkaufte er sein Hab und Gut in Korea und erwarb in Roggwil, Schweiz, einen Bauernhof, wo er seither mit seiner Familie ein friedliches Selbstversorgerleben führt.

Das, was er erfahren durfte, möchte er auch an andere weitergeben, was er einmal wie folgt zum Ausdruck brachte:

„Vielleicht denken Sie, dass ich den Mund voll nehme. Aber ich sage Ihnen: Wenn Sie Ihr Leben auf Gott ausrichten, dann sehen Sie mehr als nur das, was Ihre Augen sehen können.“

Weiter bemerkte er:

„Ich glaube an Gott in der Bibel, der nicht nur in der Kirche, sondern auch bei Geschäftsleuten präsent ist.“

Die Beziehung zu Jesus veränderte sein Leben sowie seinen Blick auf das Leben. Dazu äußerte Karl Müller:

„Jesus hat alle Menschen geheilt, die zu ihm kamen und an ihn glaubten. Für ihn war aber nicht die körperliche, sondern auch die innere Heilung wichtig. Körperliche Heilung war für Jesus nur das äußere Zeichen, um den Menschen zu zeigen, dass er von Gott gesandt war. Leider stellen wir heute oft die körperliche über die geistige Gesundheit.“

Im aktuellen Tagblatt-Interview betonte er auch, dass ihm zudem der Austausch „mit Menschen aller Religionen“ wichtig ist und dass er diese, durch seinen Job gegebene, Möglichkeit als „großes Privileg“ ansehe.

Das aktuelle, sehr lesenswerte Interview von Karl Müller mit der Schweizer Zeitung Tagblatt gibt es HIER

Quellen: tagblatt.ch, wikipedia.org, livenet.de, livenet.ch, trend.at