Die Schauspielerin Esther Schweins berichtete aktuell im Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit, dass ihr der Tod ihres Mannes, der vor zwei Jahren an Krebs gestorben war, stark mitgenommen hat bis dahin, dass sie sich nach eigenen Worten erstmals in ihrem Leben „gottlos“ fühlte.

Sie habe sich trostlos und schmerzerfüllt vom Leid ihres Mannes gefühlt und sei „entsetzt über die präzise Grausamkeit“ gewesen, „mit der Krebs und Chemotherapie so konsequent einen Körper zerstören“. Gerettet hätten sie ihre Freunde und Angehörige sowie Literatur. Im Umgang mit ihrem Leid habe sie dann erfahren, „diese bodenlose Trauer“ anzunehmen, was sie wieder zu Gott führte. Dies beschrieb die 49-jährige mit folgenden Worten:

„Wenn du diese bodenlose Trauer annimmst, das Unerträgliche auslotest, umfängt dich Leere, und diese Leere trägt.“

Und weiter:

„Lass dich fallen, und du fällst auf Gott.“

Zudem halte ihre Geschichte eine Art von „Gnade“ bereit, indem sich „Freunde, die so etwas miteinander erlebt haben, nie mehr voreinander verstecken müssen mit ihren Nöten, Ängsten und Schmerzen“, so die 49-jährige.

 

Bereits 2004 machte Esther Schweins eine tiefgreifende existenzielle Erfahrung, als sie die Tsunami-Katastrophe überlebte. Gegenüber der Bild am Sonntag antwortete sie damals auf die Frage ‚Wo war Gott am Morgen als die Flutwelle kam?‘ mit folgenden Worten:

„Er [Gott] war da. Weil ER immer da ist. Immer da sein wird.“

Mehr dazu gibt’s im Artikel unter life.de

 

Über ihre Prägung im christlichen Glauben in der Kindheit durch Ordensschwestern sprach Esther Schweins einmal im Interview mit dem ACTORSmagazine. Von den Nonnen der Englischen Schwestern, die damals das Stadtbild ihrer Heimatstadt Viernheim geprägt haben und bei denen sie im Kindergarten war, habe sie vermittelt bekommen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und in der Liebe erfahrbar ist. Besonders geprägt habe sie dabei Schwester Ines. Auf die Frage, was sie von dieser Schwester gelernt habe, antwortete Esther Schweins u.a.:

„Das mit der Liebe und dem von Gott geliebt sein, das hat sich über diese Frau auf mich übertragen, weil Schwester Ines einfach so war und das auch ausgestrahlt hat.“

Weiter berichtete Esther Schweins, dass sie für eine gewisse Zeit darüber nachdachte, selbst Nonne zu werden.

Auf die Frage, was sie heute mit Glauben und Kloster verbinde, sagte die Schauspielerin:

„In einer Welt, in der Strukturen zusammenbrechen, in der Regeln aufgehoben werden, und in der Altbekanntes verloren geht und sich der Mensch jeden Tag neu ausgeliefert sieht, hast Du im Glauben einen Ort, der sich dem nicht aussetzen muss.“

Weiter bezeichnete sie den Glauben als „einen Hort des Friedens“, der für sie ein Ort sei, „der mich anzieht“, so Esther Schweins gegenüber dem ACTORSmagazine. Zudem zeigte sie sich von der Freiheit, die das Leben der Ordensschwestern ausmacht, beeindruckt.

Das lesenswerte Interview mit dem Actorsmagazine gibt’s HIER

Quellen: zeit.de, bunte.de (1), landeszeitung.de, morgenpost.de, bunte.de (2), life.de, actorsmagazine.de