Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1986-0811-026 / Kluge, Wolfgang / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-1986-0811-026, Rene Müller, DDR-Fußballer des Jahres, cropped, CC BY-SA 3.0 DE

Der Theologe, Buchautor und Journalist Günther Klempnauer berichtet aktuell auf seiner Facebook-Seite vom Glauben des legendären DDR-Nationaltorwart Rene Müller. Der ehemalige Atheist fand in einer schweren Lebenskrise zum christlichen Glauben.

Im Buch „Keiner kommt an Gott vorbei“ von Günther Klempnauer, dass zur WM 2018 im St. Benno-Verlag erschien, ist zu lesen, wie Rene Müller zum christlichen Glauben fand. Daran anschließend folgt mit der Überschrift „Die Angst des Torwarts vor dem Leben“ ein Kapitel über den ehemaligen deutschen Nationaltorwart Robert Enke, der an Depressionen litt und am 10. November 2009 Selbstmord beging. Wie Günther Klempnauer aktuell via Facebook berichtete, erklärte Rene Müller:

„Wäre ich Gott nicht begegnet, hätte ich mich wohl auch umgebracht wie Nationaltorwart Robert Enke.“

Der Ex-Dynamo-Kapitän, der 1986 und 1987 als bester Fußballer der DDR ausgezeichnet wurde, kam erst Mitte der 1990er-Jahre zum christlichen Glauben. Wie die Sächsische Zeitung im September 2018 berichtete, brachte ihn eine Begegnung mit dem Leverkusener Fußball-Profi Jorginho zum Nachdenken. Der brasilianische Weltmeister habe damals jedem Kapitän der Bundesliga vor dem Anpfiff eine Bibel überreicht. So erhielt auch Rene Müller, der damals Kapitän von Dynamo Dresden war, eine Bibel. Dazu erklärte der heute 61-Jährige rückblickend:

„Das Geschenk habe ich in einer Phase bekommen, in der ich viel nachgedacht habe. In der Wendezeit merkte ich, dass das System des Ostens nicht funktioniert hat, und das System des Westens tat es auch nicht wirklich. Da muss es doch einfach noch mehr geben.“

Die Dimension „Mehr“ fand Müller im christlichen Glauben, der in der damaligen DDR an den Rand gedrängt wurde, so dass immer weniger Menschen damit in Berührung kommen konnten. Diesbezüglich äußerte der ehemalige Spitzenkeeper:

„Glaube hat eine untergeordnete Rolle gespielt. Mit Jesus bin ich nur am Rande in Kontakt gekommen. Ich habe mal in der ARD einen Film über ihn gesehen.“

Mit Blick auf seine Erfahrungen, die er in seiner gelebten Beziehung zu Gott sammeln konnte, bekennt Rene Müller heute:

„Ich bin froh, dass Jesus mich doch noch gefunden hat und ich ihn in mein Leben gelassen habe. Ich wollte mit Fußball alle Lebensfragen beantworten, aber Fußball ist nicht das Leben.“

Und weiter:

„Jesus hat dann die Dinge neu geordnet. Er hat mir den Druck genommen, ohne dass ich meine Leistungsfähigkeit als Profi eingebüßt habe.“

Seine Erfahrungen im Glauben möchte Rene Müller auch an andere Menschen weitergeben. So gibt der ehemalige DDR-Nationalspieler und Bundesligaprofi mitunter auch in Kirchengemeinden Zeugnis für seinen Glauben ab. So war er etwa am 1. Juli 2018 in der Gemeinde am Glemseck beim Gottesdienst mit Lebensbericht zu Gast, wo er von den Höhen und Tiefen seiner Karriere erzählte und darüber berichtete, was für ihn Glaube bedeutet.

Quellen: facebook.com, kathtv.org, st-benno.de, saechsische.de, gemeinde-am-glemseck.de

 

Günther Klempnauer ist Autor des Buches „Keiner kommt an Gott vorbei“, in dem Rene Müller neben anderen Fußball-Profis sein Glaubenszeugnis gab. Klempnauer ist Theologe und Sportpädagoge. Bekannt als „Promi-Pastor“ begleitete er die Deutsche DFB-ELF zur Euro 1992. Außerdem ist der Fußballpfarrer als geistlicher Berater bekannter Fußballprofis u.a. vom FC Bayern München, Werder Bremen und Bayer Leverkusen tätig. Er ist zudem Buchautor, Journalist und TV-Moderator u.a. für den katholischen Fernsehsender K-TV und für Bibel-TV.

Den Beitrag, in dem Günther Klempnauer über seine Begegnung mit Rene Müller berichtet, gibt es HIER