In einem aktuellen Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger zeigte sich Wim Wenders, dessen Film über Papst Franziskus im Juni in die deutschen Kinos kommt, beeindruckt von Franziskus. Auf die Frage, ob Papst Franziskus für ihn eine Gegenfigur zu Donald Trump sei. Darauf sagte Wenders:

„Er ist eine Gegenfigur zu fast allen Politikern heute. Ein Mensch, der tatsächlich das Gemeinwohl und nicht nur seine eigenen Interessen, also die der eigenen Kirche vertritt, wie etwa sein bedingungsloser Einsatz in der Frage des Klimawandels zeigt.“

Weiter hebt Wim Wenders hervor:

„Franziskus ist unglaublich offen gegenüber allen Menschen, jeder Konfession oder Religion. Insofern ist er heute beinahe eine utopische Figur. Er tritt für die 80 Prozent der Menschen ein, die immer weiter abdriften von den privilegierten 20 Prozent.“

Weiter sagte der Filmemacher, dass Franziskus bei Reisen an Orte gehe, wo sonst kein Politiker hibgehe, wie z. B. in Gefängnisse, Krankenhäuser oder Flüchtlingslager. Und weiter:

„Franziskus ist ein unglaublich mutiger Mensch, um nicht zu sagen: furchtlos.“

Auf die Frage, ob er zur Vorbereitung des Films die Bibel gelesen habe, antwortet Wenders, dass das nicht nötig gewesen sei, denn:

„Die (Bibel) kenne ich gut.“

Quelle: ksta.de

 

In früheren Interviews bekannte Wim Wenders („Ja, ich bin wieder gläubig!“), dass er nach 20 Jahre des Suchens wieder zum christlichen Glauben zurückkehrte. Dazu sagte er u. a.:

„Ich erinnere mich, wie ich versuchsweise wieder zu beten begann. Ich erinnere mich, wie es mich langsam veränderte. Ich erinnere mich, wie ich weinte, als ich merkte, dass ich endlich heimgekommen war. Als ich fühlte, wiedergefunden zu sein. Und wie sich dieses Gefühl langsam in eine Gewissheit verwandelte. Ja, eine Gewissheit.“

Quelle: livenet.de

Und an anderer Stelle sagte er:

„Gott manifestiert sich im Neuen Testament auf unglaublich großzügige, grenzenlos liebevolle Weise. Ich finde das Neue Testament so atemberaubend, weil es nur Möglichkeiten eröffnet und keinerlei Einengungen. Das ist kein abstrakter Gott. Sein Wesen kann ich heute spüren. Nicht nur beim Beten. Auch das Licht erlebe ich oft als eine Nähe Gottes, und jeden Akt von Freundlichkeit oder Brüderlichkeit unter Menschen.“

Quelle: chrismon.evangelisch.de