Der jüdische Publizist und Buchautor Henryk M. Broder fordert in seiner Kolumne in der Zeitung Die Welt einen „Beauftragten gegen Christenfeindlichkeit“ in Deutschland. Dabei verweist er auf die Erkenntnisse der Organisation Open Doors, die sich für verfolgte Christen weltweit einsetzt.

Nachdem der Präsident des Zentralrates der Muslime Aiman A. Mazyek jüngst einen „Bundesbeauftragten gegen Muslimfeindlichkeit“ einforderte, erkennt dies Henryk M. Broder „rein formal betrachtet“ an, fordert aber, dass darüber hinaus „noch mehr gehen“ müsse und plädiert für einen „Bundebeauftragten für Christenfeindlichkeit“ in Deutschland.

Dazu betonte Broder, dass er es an der „seit Jahren“ geführten Diskussion „seltsam“ findet, „dass noch niemand auf die Idee kam, die Ernennung eines ‚Bundesbeauftragten gegen Christenfeindlichkeit‘ zu fordern“, weil „die Christen die meistverfolgte religiöse Gemeinschaft“ weltweit seien, begründet der 72-jährige.

Dabei verweist er auf die Erkenntnisse der Organisation Open Doors, die sich für verfolgte Christen weltweit einsetzt und einen Weltverfolgungsindex von Christen aufgestellt hat, eine Rangliste von 50 Ländern, in denen Christen die stärkste Verfolgung erleben. Demnach leiden nach Angaben von Open Doors „weit über 200 Millionen Christen unter einem hohen Maß an Verfolgung“, so etwa in Ländern wie Nordkorea und Afghanistan, in Pakistan und Nigeria, in Ägypten und im Sudan.

Daraus schlussfolgert Henryk M. Broder, dass „das Schicksal dieser Christen niemanden wirklich aufzuregen“ scheint. Dazu betont der 72-jährige:

„Deswegen fordere ich die Einsetzung eines ‚Bundesbeauftragten gegen Christenfeindlichkeit‘.“

Auch wenn „eine solche Maßnahme keine unmittelbare Wirkung auf das Leben der Kopten in Ägypten oder der Armenier im Iran haben würde“, wäre sie doch „das richtige Zeichen“, so Broder weiter.

Den kompletten Beitrag von Henryk M. Broder mit dem Titel „Ich fordere einen Beauftragten gegen Christenfeindlichkeit!“ gibt’s unter

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