Die Schauspielerin Katrin Sass (u.a. Good Bye, Lenin!), die zu den bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands zählt, sprach aktuell mit dem Schweizer Magazin Bluewin über Lebenskrisen, die sie an den Rand des Abgrunds führten und wie für sie, nach überwundener Alkoholsucht, das Thema Spiritualität wichtig wurde.

Vor 21 Jahren überwand Katrin Sass ihre Alkoholsucht. Im Zuge dessen bekam die Auseinandersetzung mit einem Leben nach dem Tod für sie eine große Bedeutung. So antwortete sie im Bluewin-Interview auf die Frage, ob sie „an ein Danach“ glaube:

„Ja – aber erst, seit ich keinen Alkohol mehr trinke. Seitdem glaube ich auch nicht mehr an Zufälle.“

Weiter berichtete 63-jährige, dass sie sich seit Jahren mit Büchern über Nahtod-Erlebnisse beschäftige.

Im Interview mit der Berliner Morgenpost im Januar 2019 sprach Katrin Sass, die in der DDR aufwuchs, ausführlich über ihre Überwindung der Alkoholsucht und wie sie sich seitdem Gedanken über Gott, die Welt und das Leben danach macht. Dabei betonte sie:

„Auch wenn es manchmal schwer auszuhalten ist, finde ich die Frage, was nach dem Tod kommt, sehr spannend.“

Sie habe sich immer mehr im Thema „Leben nach dem Tod“ vertieft und glaube heute auch nicht mehr an Zufälle. Zu ihren Beweggründen dazu erklärte sie u.a.:

„Ich hatte einen solchen Zusammenbruch, war dem Tode näher als dem Leben. Doch dann half mir etwas Spirituelles, da rauszukommen.“

Dazu erklärte die Schauspielerin, dass sie diese Dimension als eine „Art Energie“ gespürt habe und dadurch gerettet wurde. Dies brachte ihr die Gewissheit:

„Ich glaube wirklich, dass es da etwas zwischen Himmel und Erde gibt, das ich nicht beschreiben kann.“

Sie wolle sich bei ihrer Auseinandersetzung mit dem Tranzendenten aber nicht von einer Religion abhängig machen, erklärte Katrin Sass weiter.

Bereits im April 2014 bekannte sich Katrin Sass in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zum Glauben an Gott. Damals sagte sie u.a., dass sie Gott für „ziemlich ehrlich“ halte und dass man nur bisschen auf ihn hören müsse.

Quellen: bluewin.ch, morgenpost.de, bild.de