Henriette Reker war dem Tode nahe. Im Jahr 2015 wurde sie von einem Messerstecher attackiert und kämpfte um ihr Leben. In einem Interview mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung schildert die Oberbürgermeisterin von Köln, wie sie die wohl dramatischten Minuten ihres Lebens erlebt hat und wie es ist, wenn der Tod so nahe ist wie nie zuvor.

Am Vortag zu ihrer Wahl als Kölner Stadtoberhaupt hatte ihr ein rechtsradikaler Attentäter ein 30 Zentimeter langes Bowiemesser in den Hals gestoßen und dabei ihre Luftröhre fast komplett durchtrennt. Als sich einen Tag später ihr bislang größter politischer Erfolg anbahnte, lag sie im künstlichen Koma und rang mit den Tod.

„Ich lag 14 Minuten auf dem Boden, bis man mich ins Krankenhaus fuhr. Lag da und fühlte mich hingerichtet. Abgestochen. Ich habe mich einfach hilflos gefühlt.“

Eine Notoperation hat ihr das Leben gerettet. Als sie aus dem Koma erwachte, hatte sie die OB-Wahl gewonnen.

Der Glaube an die Medizin „und mein Glaube an Gott“ hatten ihr in der Zeit nach dem Attentat Hoffnung gegeben,

so Henriette Reker im Interview mit der SZ. Trotz ihrer schweren Verletzungen konnte sie 5 Wochen später ihr Amt antreten. Ihr Glaube gab ihr Kraft mit dem Erlebten umzugehen und in die Normalität zurückzukehren. Über zwei Jahre nach dem Attentat fühlt Henriette Reker „Dankbarkeit, dass es mir so gut geht.“ Ängste, die sie blockieren, habe sie heute nicht mehr und fühle sich auch wieder wohl unter Menschen.

Quelle: sz.de und focus.de

 

Im RTL-Jahresrückblick 2015 verwies Henriette Reker im Gespräch mit Günther Jauch über die Verarbeitung des Erlebten bereits auf ihren Glauben. U. a. sagte sie:

„Ich habe ja so viel Glück gehabt. Der liebe Gott wollte mich noch nicht. Und deswegen bin ich auch jetzt verhältnismäßig angstfrei und mache meine Arbeit.“

Quelle: welt.de