Im Weihnachts-Interview mit der Münchner Abendzeitung nimmt Fußballprofi Christian Köppel, der bei 1860 München unter Vertrag steht, dazu Stellung, wie ihn die Religion stärkt und wie er seinen Glauben im Fußball-Alltag lebt.

Das tägliche Bibellesen zuhause und das Gebet gehören für Christian Köppel zu seiner Glaubenspraxis. Er bete aber nicht um drei Punkte oder dafür, jedes Mal der Beste zu sein. Weiter sagt er:

„Ich will den Glauben nicht dazu instrumentalisieren, um für Erfolg zu beten. Das Talent, das ich von Gott erhalten habe, ist ein Geschenk. Das will ich nutzen. Deshalb bete ich für Kraft, für Gesundheit.“

Auf die Frage, wie er seinen Glauben im (Fußball-)Alltag lebe, betont Köppel:

„Ich versuche, den christlichen Glauben und das Wort Gottes in jedem einzelnen Moment umzusetzen. Am Wichtigsten ist für mich das Stichwort Nächstenliebe: Ich hege für mich den Anspruch, von Herzen gut zu sein.“

An Weihnachten, das Ereignis zu feiern, dass sich Gott in Jesus gezeigt hat, bedeutet für den gläubigen Christen sehr viel. Das Weihnachtsfest feiert er mit vielen Verwandten bei seiner Oma. Dabei geht es zunächst gemeinsam in die Kirche. Bei der anschließenden Bescherung könnte auch die Bibel eine Rolle spielen, aber eben nicht nur da:

„Vielleicht lese ich spontan etwas aus der Bibel vor. Es gibt aber kein besonderes Ritual, denn ich lese täglich daraus, gehe danach ins Gebet und bin so gut für den Tag gewappnet.“

Seine Eltern und seine Freundin, die ebenfalls gläubig seien, finden es, so Köppel im Interview, toll, wie er seinen Glauben lebe und dass er dies nicht nur an Weihnachten tue.

Um im Haifischbecken und der Ellbogengesellschaft, gerade auch im Fußball, zu bestehen, sieht er seinen Glauben als Wegweiser. Dazu äußert er u.a.:

„Ich präferiere, mir über meinen Glauben ein festes Fundament zu setzen, keine Angst zu haben und mich auch in schweren Zeiten daran festhalten zu können.“

Nachdem er vor einigen Jahren zum Glauben in gelebter Form gefunden habe, haben sich seine Prioritäten verändert, so dass ihn heute auch Verletzungen nicht aus der Bahn werfen. Weiter sagt er:

„Damals haben sich meine Prioritäten verändert. Ich habe erkannt: Der Glaube ist mein Lebenselixier.“

An Gott geglaubt habe er schon immer. Doch zu einer tieferen Beziehung zu Gott und damit zu einer lebendigen Form des Glaubens kam er durch seinen Mitspieler Lucas Genkinger, der in vor etwa drei Jahren zum Sportlergottesdienst, der immer donnerstags in einer evangelischen Freikirche in Grünwald stattfindet, mitgenommen hat. Dort habe er sich hinterfragt und festgestellt, dass er hier das gefunden hat, was er für ein erfülltes Leben braucht.

Hier geht’s zum kompletten Interview mit Foto von Christian Köppel (bibellesend in seinem Wohnzimmer) unter abendzeitung-muenchen.de