Foto: PromisGlauben e.V.

Markus Söder: „Am Religionsunterricht wird nicht gespart“

,

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat in seiner Rede am politischen Aschermittwoch in Passau ein Plädoyer für den schulischen Religionsunterricht abgegeben und die Bedeutung dieses Faches im Rahmen des schulischen Bildungsauftrags betont.

In seiner Rede warnte Söder vor den Gefahren, die ideologisches Handeln, das er auch in Teilen der Bundesregierung verortet („Ampelisten“), mit sich bringt. Dies gipfelte in seinem Appell: „Wir wollen Vorsprung durch Technik anstatt Abstieg durch Ideologie.“

Ein Fach, das ein wirksames Gegenmittel gegen ideologisches Denken, sei es politisch oder religiös motiviert, darstellt, ist der schulische Religionsunterricht, in dem Werte vernunftbegründet und in Verantwortung vor Gott und den Menschen reflektiert werden.

Als er in seiner Rede auf Bildungsdefizite, die in der neuesten PISA-Studie festgestellt wurden, zu sprechen kam, erklärte der Bayerische Ministerpräsident, dass er die Forderung nach mehr Deutschunterricht in der Grundschule unterstützt. Dabei stellte er sich vehement gegen aufkommende Ideen, dies auf Kosten des Religionsunterricht zu tun. Deutlich hob Söder die Qualität dieses Faches zur Wertebildung hervor. Dazu betonte er:

„Schule muss Sprache vermitteln, aber auch Werte.“

Darauf verweisend, dass der Religionsunterricht der genuine Ort der Wertevermittlung an bayerischen Schulen ist, erklärte Söder:

„Am Religionsunterricht wird nicht gespart. Da macht die christlich-soziale Union nicht mit.“

Über derartige Bestrebungen wundere er sich immer wieder, fuhr er fort.

Weiter verwies er auf die Bedeutung des Kreuzes als Koordinatensystem, auch in öffentlichen Gebäuden. Dafür habe er sich eingesetzt und ein Bundesgericht habe nun entschieden, dass die Kreuze in öffentlichen Gebäuden in Bayern bestehen bleiben. In diesem Kontext äußerte der CSU-Politiker den Wunsch, „dass sich auch unsere Kirchen darüber freuen, dass es in öffentlichen Gebäuden in Bayern Kreuze gibt“. Zusammenfassend betonte er:

„Kreuze bleiben. Gipfelkreuze bleiben.“

Deutliche Worte richtete Söder an säkularistische Bestrebungen, die auf „die völlige Streichung einer christlich-abendländischen Gesellschaft“ abzielen. Wer das wolle, könne „an Weihnachten, Ostern und Pfingsten gerne durcharbeiten“, so Söder.

Diesen Punkt seiner politischen Aschermittwochsrede abschließend betonte der Bayerische Ministerpräsident:

„Bayern ist ein christlich geprägtes Land. Und solange ich Ministerpräsident bin und solange es die CSU gibt, bleibt Bayern das auch. Diese Garantie geben wir heute ab.“

 

Seine Rede insgesamt abschließend appellierte Söder, für „unsere Werte und unsere Freiheit“ zusammenzustehen. Dabei verwies er auf die Verantwortung, die er vor Gott empfindet, indem er erklärte:

„Gott schütze unseren Freistaat Bayern. Gott schütze unser Vaterland Deutschland.“

Zudem erbat er sich die Kraft für seine Partei, „in den Stürmen der Zeit stark und erfolgreich zu sein“.

Quelle: youtube.com

Hinweis: Immer wieder hob Markus Söder in der Vergangenheit bei gegeben Anlässen die Bedeutung des Religionsunterrichts hervor. Erst kürzlich stellte er sich klar gegen Ideen, am Religionsunterricht sparen zu wollen (wir berichteten).