Der Münchner Walter Gunz (71) fing klein als Abteilungsleiter bei Karstadt an – und gründete 1979 den heute größten Elektromarkt-Riesen Europas. Seine Anteile am Media Markt hat er mittlerweile verkauft. Heute beschäftigt sich der studierte Philosoph mit den großen Fragen des Lebens. Mit Liebe, Glaube und Hoffnung. Aktuell stellte er sein Buch „Das Geschenk“ im Literaturhaus vor.

Im Interview mit der Bild sprach er auch über das, was im Leben zählt. Und das ist für ihn nicht materieller Reichtum. Dazu sagt er:

„Geld und Erfolg sind kein Garant – weder für Liebe, Glück noch Gesundheit.“

Wertvoll im Business war ihm, die Begegnung mit Menschen:

„Ich konnte im Business vielen Menschen Vertrauen und Liebe schenken. Ich nenne das den ,liebenden Blick‘.“

Das komplette Interview gibt’s unter bild.de

 

Walter Gunz ist evangelisch getauft und aufgewachsen. Mit Mitte 30 konvertierte er zum katholischen Glauben. Im Interview mit der Huffington Post im April 2016 sprach er darüber sowie über Erfolg und Niederlagen, über depressive Phasen, den Glauben und die Hoffnung.

Sein Rezept gegen Selbstüberschätzung und Hochmut:

„Da gibt es ein ganz einfaches Prinzip: Dankbar zu sein und zu wissen, dass alles im Leben ein Geschenk ist.“

Als der Interviewer darauf verweist, dass manche Menschen, die Erfolg haben, Schuldgefühle bekämen und gerade christlich verankerte Menschen sich schuldig fühlen würden, wenn sie das Ziel erreicht haben und ein anderer nicht, antwortete Gunz, dass er solche Schuldgefühle nicht habe und sagte u.a. weiter:

„Ich wusste, dass das (der Erfolg) ein Geschenk Gottes ist, und ich habe mich daran gefreut. Natürlich war es mir wichtig, diesen Erfolg und die Freude mit anderen zu teilen, sowohl geistig als auch materiell.“

Das komplette, ausführliche Interview gibt’s unter huffingtonpost.de

 

In einem Interview mit epochtimes.de betonte Walter Gunz christliche Werte, die für sein Leben eine große Rolle spielen.

Aus seiner Sicht ist Liebe eine Bedingung für Erfolg. Dazu sagte er:

„Der Erfolg ist zwar nicht planbar, aber wenn wir etwas tun, wofür wir nicht geschaffen sind, (…) dann werden wir auch nicht gut darin sein – dann können wir es nämlich nicht mit Liebe tun. Und etwas mit Liebe zu tun, ist die unbedingte Voraussetzung dafür, erfolgreich zu sein.“

Diesbezüglich sagte er u. a. weiter, dass auch das Empfinden von Dankbarkeit erst Erfolg ermöglicht. So würden viele Menschen daran scheitern, weil der Erfolg sie blind macht für das, was wirklich wichtig im Leben ist. Der Erfolg schmeichle ihrem Ego, dass sich immer weiter aufblähe. Solange, bis diejenigen vergessen würden, dankbar zu sein und das WIderfahrene als ein Geschenk zu begreifen. Weiter sagte er:

„Natürlich hatte ich mit dem Media Markt die richtige Idee an der richtigen Stelle und zur richtigen Zeit. Doch dieses Glück gehabt zu haben, betrachte ich als ein Geschenk – nicht mehr, aber auch nicht weniger. (…) und der Charakter leidet um so mehr, je weniger Dankbarkeit wir zeigen.“

Zu seinem persönlich Glauben äußerte er:

„Ich denke, dass der Glaube an etwas im Leben eine große Rolle spielt. Ganz egal, woran wir auch glauben. Wenn wir beispielsweise nicht an die Liebe glauben, kann sie uns auch nicht begegnen. Schon im Neuen Testament heißt es bereits ‚Es geschehe dir, wie du geglaubt‘.“

Sein soziales Engegament begründet er wie folgt:

„Ich engagiere mich in vielen sozialen Bereiche, weil es mir gut tut, weil ich es gerne tue und weil es ein essenzieller Bestandteil meines Lebens ist.“

Doch ist er sich gewiss:

„Ich glaube, das Himmelreich ist nicht erdienbar. (…) Man sollte das Gute nur aus einer tiefen inneren Liebe, aus dem inneren Antrieb heraus tun. Alles andere, alles, was zweckhaft ist, bringt nichts.“

In schwierigen Momenten im Leben hadere er auch mit Gott, aber:

„Verlust, Trauer, Not und Tod sind Realitäten, die man nur sehr schwer bewältigen kann. Da hilft eigentlich nur eines: ‚Glaube, Liebe, Hoffnung!‘ Vor allem die Hoffnung gibt uns Kraft und Zuversicht, dass alles im Leben einen Sinn hat, egal wie hoffnungslos und sinnlos es gerade aussieht.“

Weiter äußerte er:

„Ich glaube an das ewige Leben und denke, dass wir uns wiedersehen. Diese Hoffnung hält mich hoch.“

„Aus Liebe sind wir geschaffen. Sie ist das Fundament dieser Welt.“

Der Sinn, die letzte Instanz unseres Lebens, ist für Walter Gunz die Liebe. „Sich immer wieder bewusst zu werden, dass nur die Liebe heilt und dass das Verzeihen wahre Größe ist“. Nur der liebende Blick mache den Menschen zu dem, der er sein kann. Dazu gehört für ihn auch „die seltene Kraft und Stärke“, seine Feinde zu lieben, was wahre menschliche Größe sei, „auch denen zu begegnen, die einem Leid verursacht haben, schuldig oder sündig geworden sind“.

So betont er dann auch:

„Was ich besonders an meinen Mitmenschen schätze ist die Fähigkeit, vergeben zu können und Vertrauen zu schenken.“

Nach seinem Leben möchte er seinem Umfeld „als ein Mensch, der in anderen Menschen den Glauben, die Liebe und die Hoffnung genährt hat“, in Erinnerung bleiben.

Das komplette, ausführliche Interview gibt’s unter epochtimes.de