Foto: NASA/Norah Moran, Mike Hopkins official portrait 2020, cropped, CC0 1.0

NASA-Astronaut Mike Hopkins empfand im Weltraum, „wie sehr Gott uns wirklich liebt“

Der NASA-Astronaut Mike Hopkins, der 2009 als Mitglied der 20. NASA-Gruppe ausgewählt wurde und Bordingenieur der ISS-Expeditionen 37 und 38 war, war aktuell als Vertreter der Wissenschaft zu Gast auf der Veranstaltung mit dem Titel „Outer Space: A New Frontier of the Common Good“, die im Palais des Nations in Genf stattfand und von der Ständigen Mission des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf gemeinsam mit der Stiftung Caritas in Veritate organisiert wurde. Im Anschluss an diese Veranstaltung sprach Mike Hopkins im Interview mit EWTN über das Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft und seinem persönlichen Glauben an Gott.

Wie catholicnewsagency.com berichtet, trat Mike Hopkins kurz vor seiner ersten Raumfahrt-Mission in die katholische Kirche ein. Zur ISS brachte er mit Genehmigung der Erzdiözese Galveston-Houston konsekrierte Hostien mit und empfing die Eucharistie, während er die Erde umkreiste.

Im Interview mit Christian Peschken (EWTN) schilderte Hopkins, dass er mit Blick aus dem Weltraum auf die Erde „eine tiefe Wertschätzung“ für die Schöpfung Gottes empfunden habe. Während der ISS-Expeditionen nahm er sich am Morgen nach dem Aufstehen und am Abend vor dem Schlafengehen in seiner Kabine Zeit für Gott. Darauf zurückblickend ließ der ehemalige NASA-Astronaut wissen:

„Es gab viele Momente, in denen ich in meiner Kabine war, aus dem Fenster auf die Erde 400 Kilometer unter mir blickte, und mein Glaube sich anfühlte, als würde er überströmen. Wie könnte es auch anders sein, wenn man die Herrlichkeit von Gottes Schöpfung vor Augen hat!“

Hopkins berichtete weiter, dass ihm sein Glaube im Weltall auch in herausfordernden Situationen half.  So habe ihm im Umgang mit schwierigen Situationen insbesondere der Empfang der Eucharistie bewusst werden lassen, „dass alles gut sein würde, weil ich in Jesu Händen war“.

Sein Aufenthalt im Weltraum führte ihm auch das Verhältnis der Erde zum gesamten Universum vor Augen. Dies habe ihn erkennen lassen, „wie besonders die Erde ist“. Dazu erklärte der gläubige Katholik:

„Dass Gott uns hierher gesetzt hat, an diesen vollkommenen Ort inmitten der Weite des Universums, zeigt mir, wie sehr er uns wirklich liebt.“

Zwischen seinem katholischen Glauben und naturwissenschaftlicher Erkenntnis sieht Mike Hopkins keinen Widerspruch. So wie es Dinge gebe, die wissenschaftlich nicht zu greifen sind, gebe es auch Dinge in seinem Glauben an Gott, „die für mich schwer zu erfassen sind“, schildert Hopkins mit Blick auf die Grenzen menschlicher Erkenntnis und betont:

„Der Ausdruck ‚Geheimnis des Glaubens‘ ist für mich daher sehr passend. Was ich weiß, ist, dass ich, solange ich dieses Leben auf der Erde lebe, danach streben werde, so viel wie möglich über die Wissenschaft und über Gott zu verstehen — und zu beten, dass das genug ist.“

 

Quelle: catholicnewsagency.com