Der Schlagersänger Peter Orloff, der auf der Startseite seiner Webseite sowie bei Auftritten mit einer markanten orthodoxen Kreuzkette um den Hals zu sehen ist, überraschte bei seiner Teilnahme am diesjährigen RTL-Dschungelcamp damit, dass er in Gesprächen des Öfteren auf seinen christlichen Glauben, aus der Bibel zitierte und betete (wir berichteten). Als Drittplatzierter der Show spendete er 40.000 Euro seiner Gage an eine gemeinnützige Organisation zum Bau einer Schule in Argentinien (wir berichteten). Aktuell sprach der 75-jährige mit Meike Kohlhoff für katholisch.de über seine Werteorientierung und seinen Glauben.

Peter Orloff, der 1969 mit seiner Komposition zum Mega-Hit „Du“ den Karriereweg von Peter Maffay ebnete, wuchs als Kind einer russischen Familie im orthodoxen Glauben auf. Wie auf Wikipedia zu lesen ist, war sein Vater ein Geistlicher aus einem Kosakengeschlecht, der in den 1930er-Jahren den Schwarzmeer-Kosaken-Chor mitbegründet und jahrzehntelang geleitet hat. Peter Orloff, der seine Karriere als Schlagersänger begann und mit seinen Hits (u.a. Ein Mädchen für immer) in 30 Sendungen der ZDF-Hitparade zu sehen war, produziert seit Jahren selbst den Original Schwarzmeer-Kosaken-Chor und tritt mit ihm in Kirchen auf.

Im Interview mit katholisch.de erklärte der 75-jährige nun auch, dass für ihn Religion und Musik schon immer zusammengehörten. So ist es kein Zufall, wenn es in seinen Texten auch um Glaube und Gott geht. Er schreibe seine Lieder „in der Hoffnung, dass sie den Menschen etwas bedeuten“. Dabei betonte er:

„Dieser Bezug zu Gott ist Bestandteil meines Bewusstseins und fließt in meine Texte häufig ein, ohne dass ich es groß beabsichtige, aber irgendwie gehört Gott für mich zum Leben.“

Dass er in der Dschungel-Show öfters über seinen Glauben sprach, geschah nicht aus Kalkül oder Missionierungseifer, vielmehr betonte er gegenüber katholisch.de, dass zu seiner Authentizität der Glaube gehöre. Er wolle nicht missionieren, freue sich aber, wenn Menschen beginnen, sich für den Glauben zu interessieren. Dazu sagte er:

„Ich kann ja nur kommunizieren, was der Glaube für mich bedeutet.“

Gespräche mit Kollegen aus der Showbranche über den Glauben seien aber „relativ selten“. Wenn er aber mitbekommt, dass sich jemand vor einem Auftritt bekreuzigt, freue er sich, weil das verbinde und „auch bedeutet, dass sie den Schutz von Gott suchen“.

Die Ökumene empfindet Peter Orloff gerade in Zeiten des nachlassenden Glaubens in der Gesellschaft als wichtig für die Zukunft der Christen. Sein Vater war als Mann orthodoxen Glaubens selbst evangelischer Theologe. Peter Orloff selbst tritt als orthodoxer Christ gerne in katholischen Kirchen auf und bezeichnet diese Auftritte gegenüber katholisch.de als ein „nach Hause kommen“. Außerdem zeigte er sich in diesem Interview von den Päpsten Johannes XXIII, Benedikt XVI und Franziskus beeindruckt.

Das sehr lesenswerte Interview gibt es unter

katholisch.de

 

Mit seinem Erfolgshit aus den 70ern „Ein Mädchen für immer“, den er nach seiner Teilnahme in der Dschungelshow mit der Schauspielerin Nicole Mieth in der Hauptrolle neu aufnahm, bringt Peter Orloff, der seit 1992 mit seiner Frau Linda verheiratet ist, den Wunsch und die Sehnsucht vieler Menschen nach verlässlicher Partnerschaft zum Ausdruck: