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Der Physiker Dr. Andreas Heesemann spricht in der ERF-Sendung „Mensch Gott“ über seinen Weg vom wissenschaftsgläubigen Atheisten zum gläubigen Christen. Früher bezeichnete er sich als strenggläubigen, missionarischen Atheisten. Dazu sagt er heute:

„Ich war davon überzeugt, dass der Glaube und dieses Religionsgebäude nur für Leute da ist, die nicht in der Lage sind zu verstehen, warum es gut ist, ein vernünftiges Leben zu führen.“

Und weiter:

„Es gibt nichts, was ich nicht beweisen kann.“

Existenzielle Fragen spielten in dieser Phase seines Lebens keine Rolle.

Mit 18 wünscht er sich eine Begegnung mit sich selbst. Er sucht die Einsamkeit. Nach 3.000 km Fahrt mit dem Mofa und ohne Dusche wirkt er sehr verwahrlost. Ein Geschäftsmann bietet ihm überraschend eine Bibel an. Heesemann hat keinerlei Interesse als strenggläubiger Atheist und stellt im Gespräch mit diesem Geschäftsmann verwundert fest:

„Was ist das für eine Sprache, mit der er redet?“

Er habe ihm von einer persönlichen Gottesbeziehung erzählt, und dass Jesus ihn liebe und er Jesus annehmen solle. Andreas Heesemann nimmt anschließend die Bibel aber trotzdem an und liest darin, um Christen zu zeigen, welchen Schwachsinn sie glauben.

Nach und nach kommt ihm der Gedanke:

„Das ist eine Welt, von der ich keinen Schimmer habe. Ich merke nur: Da ist irgend etwas, das ist so seltsam, aber es ist da und beschäftigt Leute.  Aber ich habe keine Ahnung, was das ist. Ich verstehe es nicht.“

Er stellt sich die Frage „Warum glauben weltweit so viele Menschen an das, was in der Bibel steht?“. Diese Frage beschäftigt ihn so sehr, dass er regelmäßig in den Jugendkreis gläubiger Jugendlicher geht, um mehr über diese Menschen zu erfahren. Das führt ihn zu der Erfahrung:

„Es ist schön hier, aber ich glaube nicht an diesen Kram. Warum lesen die in der Bibel und es gibt ihnen etwas?“

Im Zivildienst im Altenpflegeheim sieht er dann, wie gläubige Menschen sterben und solche ohne jegliche Hoffnung. Er sieht Menschen voller Verbitterung, die in ihrem Leben auf Dinge gebaut haben, die nicht tragen. Dazu sagt er:

„Alles das, was uns die Werbung sagt ‚mein Haus, mein Auto, mein Boot‘ ist eine Lüge. Es trägt nicht.“

Er begreift für sich:

„Es macht keinen Sinn darauf zu bauen, erfolgreich zu sein, reich zu sein und wahnsinnig wissend zu sein. Das ist nichts, was trägt.“

Die Erfahrungen im Altenpflegeheim bringen ihm die Erkenntnis:

„Ich wusste, dass dieses Christentum gut ist.“

Letztlich überzeugt ihn das Leben der Christen und weniger deren bessere Argumente. Die „Momente des Glaubens“ wurden in seinem Leben immer mehr und die des Zweifelns immer weniger. Das führt ihn zu der Entscheidung:

„Ich will daran glauben.“

Einen Disput zwischen Glauben und Naturwissenschat bezeichnet Andreas Heesemann heute als „Missverständnis“. Dazu sagt er:

„Je mehr ich im Physikstudium gelernt habe, desto faszinierter war ich von der Schöpfung Gottes.“

Und weiter:

„Die Idee, dass ich die Welt immer mehr verstehe und die Welt, die ich nicht verstehe, immer kleiner wird, ist falsch. Je mehr ich von der Welt verstehe, desto größer wird das, worüber ich nur staunen kann.“

Dazu liegt Andreas Heesemann dar, was Naturwissenschaft kann und was sie nicht kann und warum ein liebender Gott nicht beweisbar sein kann.

Heute bekennt Heesemann:

„Ich glaube nicht, dass ich ohne Gott und seine Nähe so leben könnte. Ich brauche Seine Liebe und Seine Nähe. Ich brauche Seinen Zuspruch. Ich erlebe IHN auch sehr viel durch andere Menschen.“

Die Bibel bezeichnet Andreas Heesemann heute als „Liebesbrief Gottes an mich“.

Quelle: erf.de

 

Hier das vollständige, sehr beeindruckende Video zum Interview: