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Der Psychiater, systemische Psychotherapeut und Bestsellerautor Raphael Maria Bonelli, der als Neurowissenschaftler an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien arbeitet, sprach in einem Interview mit der Zeitung „Die Tagespost“ über die wissenschaftlich bewiesenen positiven Zusammenhänge von Religiosität des Menschen und seiner Psyche.

Seit fast zwölf Jahren versucht der heute 50-jährige in dem von ihm gegründeten „Institut für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie“  zwei Welten miteinander ins Gespräch zu bringen: Psychiater und Psychotherapeuten mit Theologen und Seelsorgern. Zu seinen Beweggründen dazu sagte er gegenüber der Tagespost:

„Wir haben wissenschaftlich gesehen, dass Religion und Religiosität dem Menschen und seiner Psyche gut tun.“

Gerade in den letzten Jahren hätten das „viele Studien eindeutig gezeigt“, was aber „in den Köpfen der Psychotherapeuten und Psychiater“ nicht angekommen sei, weil Religion seit Sigmund Freud „als Blockade gedeutet“ worden sei. Mit Verweis auf die neuesten Studien gibt Raphael Maria Bonelli zu verstehen:

„Religion [ist eine] Ressource und Möglichkeit, die den Menschen freier macht und ihm ermöglicht, sein Leben selbstbestimmt und glücklich zu leben.“

Genau deshalb habe er „mit vielen Psychiatern, Psychotherapeuten und anderen Experten“ vor zwölf Jahren mit einem großen Kongress in Graz seine Institut gestartet.

Überdies betonte der österreichische Wissenschaftler, dass die Auffassung  on Sigmund Freud, dass Religion eine ‚kollektive Zwangsneurose‘ sei, „längst widerlegt“ sei. Dazu sagte Raphael Bonelli weiter:

„Freud hat seine atheistische Auffassung auf eine wissenschaftliche Lehre gelegt, weil er selbst nicht frei war von Ideologie.“

Ganz entgegen Freud’s Behauptung helfe Religion vielmehr „bei vielen psychischen Krankheiten“ und verhindere gar ihr Ausbrechen. Dies sei auch dadurch offensichtlich, dass religiöse Menschen „viel seltener“ als Atheisten Selbstmord begehen würden.

Das komplette, sehr lesenswerte Interview gibt’s unter

die-tagespost.de