Punk-Legende Patti Smith von Begegnung mit Papst Leo überwältigt
Die US-amerikanische Sängerin, Dichterin und Künstlerin Patti Smith, die als „Godmother of Punk“ gilt und vor allem durch den gemeinsam mit Bruce Springsteen geschriebenen Song „Because the Night“ bekannt wurde, begegnete aktuell Papst Leo XIV. in einer Privataudienz. Die 79-Jährige zeigte sich von ihren Gefühlen überwältigt. Smith und der Papst stammen beide aus Chicago.
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Vatican-News betitelte seinen Social-Media-Post zu dieser Begegnung mit der Headline „Papst trifft Punk“ und berichtet, dass die Musikerin, die nach eigenen Angaben keiner Religionsgemeinschaft angehöre, dem Vatikan seit vielen Jahren verbunden sei. So habe sie für den Pavillon des Heiligen Stuhls bei der Kunstbiennale in Venedig an einem musikalischen Mariengebet mitgewirkt und sei bei der Eröffnung am 8. Mai anwesend gewesen. Weiter berichtet Vatican-News, dass Smith bereits im Jahr 2013 Papst Franziskus bei einer Generalaudienz begegnet sei und sich nach seinem Tod in einem Interview mit Vatican News an drei Worte erinnerte, die Franziskus besonders wichtig gewesen seien: „amore, umiltà, compassione“ – Liebe, Demut und Mitgefühl.
Patti Smith sendete auf ihrem Insta-Account auch einen Post zu ihrer Begegnung mit Papst Leo. Dazu schreibt sie:
„Dies ist ein Moment, der für immer ein Lächeln hervorrufen wird.“
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Begleitet wurde die 79-Jährige von Pater Antonio Spadaro, der auf seinem Instagram-Account mehrere Posts zum Treffen von Patti Smith mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche sendete. In einem Post vom 31. Juli fasste er den Moment der Begegnung zwischen der Punkerin und dem Papst mit folgenden Worten zusammen:
„Als sich die Tür öffnete, geschah etwas … ein Funke sprang über.“
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Im November 2022 sprach Patti Smith im Interview mit dem SZ-Magazin, das unter der Überschrift „Ich gehe mit den Verstorbenen, die ich liebe, durchs Leben“ veröffentlicht wurde, auch über den Umgang mit Trauer und ihren persönlichen Glauben (wir berichteten).
In diesem Interview kam zur Sprach, dass Patti Smith in einer strenggläubigen Familie aufwuchs, heute kein Mitglied einer Glaubensgemeinschaft mehr sei, aber weiterhin einen Bezug zur Kirche habe. Diesbezüglich ließ Smith wissen, dass sie am Tag des Interviews eine alte gotische Kirche besucht und an ihre Tochter gedacht habe. Dazu sagte sie:
„Ich zünde gern eine Kerze an und spende etwas.“
Patti Smiths Rockpoesie wagte sich seit jeher immer wieder ins Spirituelle, Mystische, Religiöse vor. Ihre Karriere startete sie einst mit dem Satz „Jesus died for somebody’s sins but not mine“. Im SZ-Interview schilderte sie darauf zurückblickend, dass dieser Satz als Protest gegen die Kirche gerichtet war, dass sie Jesus als Lehrer aber „völlig“ respektiere.
Die Verbindung zu Gott pflegt Patti Smith im Gebet. Zur Bedeutung des Betens sagte sie:
„Ich bete die ganze Zeit.“
Ihre Gespräche mit Gott seien aber losgelöst von „Dogmen oder Religionsvorschriften“. Diesbezüglich erklärte die vielseitige Künstlerin:
„Ich verbinde mein eigenes privates Gebet, meine Beziehung zu Gott oder Heiligen oder Engeln oder den Toten nicht mit Religion. Ich glaube an den Glauben.“
So erkennt sie etwa den Glauben, aus dem ihre Schwester lebt und den sie in der Beobachtung als „so rein und schön“ bezeichnet, als substanziell an.
Über die Bedeutung des Dialogs mit Gott als wichtigen Teil ihres Alltags sprach Patti Smith bereits in früheren Interviews. So bezeichnete sie sich etwa im Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ im März 2010 als „gläubiger Mensch“, der zu Gott betet.
Wie deutschlandfunkkultur.de im Januar 2022 berichtete, sagte Patti Smith einmal:
„Meine Mutter hat mir beigebracht, dass es Gott gibt. Und, dass man ihn zwar nicht sehen, aber trotzdem mit ihm kommunizieren kann – durch Gebet oder Nachdenken. Also wurde die Möglichkeit, über Raum und Zeit hinweg zu kommunizieren, schon sehr früh Teil meines Glaubens. Im Laufe der Zeit habe ich dann Menschen verloren, aber ich kann immer noch mit ihnen kommunizieren.“
Quellen: instagram.com (Vatican News), sueddeutsche.de, zeit.de, deutschlandfunkkultur.de



