Im Interview mit Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) zu ihrer neuen ProSieben-Show „Wer sieht das denn?!“ äußerte sich die Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Comedian Ruth Moschner auch zu ihrem Glauben, zu dem sie sich auch schon in früheren Interviews bekannte.

Nach ihrem Gottesbild gefragt, erklärte die 44-Jährige:

„Wir kommunizieren seit meiner Kindheit täglich miteinander.“

Weiter sagte sie, dass sie sich optisch kein Gottesbild mache, sie Gott aber als „unglaublich gütig, voller Liebe, humorvoll und weise“ sieht. Zudem brachte Moschner zum Ausdruck, dass sie sich Gott in femininer Form sieht und „manchmal auch etwas penetrant, wenn sie einem was zeigen möchte, und man schnallt es nicht“.

Zu ihren Glauben bekannte sich Ruth Moschner bereits im Jahr 2007 in der Sat1-Sendung „Sunday up“. Damals sagte sie:

„Der Glaube hat nach wie vor für mich eine sehr sehr starke Bedeutung, weil es einfach ganz wichtig ist. Also es ist so eine Selbstverständlichkeit.“

Auch hob sie die Bedeutung des Betens für ihr Leben wie folgt hervor:

„Ich bete eigentlich seit ich denken kann, jeden Tag. Ich empfinde das auch als gute Möglichkeit, sich gewisse Situationen auch bewusst zu machen, sich zu bedanken für Tatsachen, die gegeben sind, sie nicht als selbstverständlich anzusehen und sich zu fokussieren für Ziele, die man hat, und um mentale Unterstützung zu bitten.“

Weiter erklärte die TV-Moderatorin damals schon, dass ihr umweltbewusstes Verhalten wichtig ist, was für sie „viel mit Respekt“ zu tun habe. Dazu erklärte sie:

„Die Natur gibt uns ganz viel. Es fängt mit der Luft zum Atmen an und hört mit einem Blick auf, den man sehr gerne genießt, weil es schön ist, was man da zu sehen bekommt.“

Weiter betonte sie seinerzeit:

„Wenn unsere Kinder das nicht mehr sehen könnten, fände ich das sehr furchtbar.“

Im Februar 2016 sprach Ruth Moschner mit dem christlichen Medienmagazin Pro über ihre christliche Prägung und die Bedeutung des Glaubens für ihr Leben. Dabei berichtete sie von ihrer Faszination für Israel und erzählte u.a., dass sie nach wie vor gerne Kirchen besucht und regelmäßig betet.

Ruth Moschner wuchs im christlichen Glauben auf, wurde konfirmiert konfirmiert, war Jugendgruppenleiterin und später Mitglied im Kirchenvorstand. Zu ihrer christlichen Prägung sagte sie, dass sie sich in ihrer Kirchengemeinde „sehr wohl gefühlt“ habe, mit einem Pfarrer, der „sehr fortschrittlich und offen für neue Ideen“ gewesen sei und jungen Menschen „viel Raum gegeben“ habe.

Auch wenn sie nach ihrem Umzug nach Berlin, wo sie keine vergleichbare Gemeinde fand, aus der Kirche ausgetreten sei, ist die Kirche nicht ohne Bedeutung für sie. Dazu betonte Moschner im Pro-Interview:

„Ich gehe dennoch gerne in Kirchen, egal, welcher Konfession. Das sind einfach meist ganz besondere Orte voller Kraft und Energie.“

Positiv sieht sie an der Kirche, dass diese für viele Menschen wie eine Familie sein kann und Geborgenheit bieten kann. Was ihr dagegen nicht gefällt, ist, dass es den Kirchen heute ihrer Meinung nach „an Herzlichkeit und vor allem Personality“ fehle. In diesem Kontext erinnerte die Ruth Moschner daran, dass Jesus ein Menschenfischer war. Über ihr Bild von Jesus sagte sie:

„Er [Jesus] muss faszinierend gewesen sein, herzlich und nahbar, mit Ängsten und ehrlichen Gefühlen.“

Weiter erklärte die Moderatorin gegenüber Pro, dass sie Bibeln sammele und dass sie Geschichten liebe, „die sich mit Gott auseinandersetzen, wie zum Beispiel Faust“. Zu ihrer Faszination für Israel sagte sie dann auch, dass sie es „jedes Mal unfassbar schön“ finde, „die Bibel live zu erleben“. Dabei hat es ihr besonders die Taufstelle Jesu am Jordan angetan.

Zudem zeigte der TV-Star ein Bewusstsein für die Herkunft ihres Namens. In ihrer Namenspatronin, der biblischen Figur Ruth, erkennt Moschner „ein tolles Beispiel für Nächstenliebe“ und  „eine der ersten Immigrantinnen“.

Die Beziehung zu Gott findet Ruth Moschner im täglichen Gebet. Gegenüber Pro sagte sie, dass sie sich und ihre Umwelt durch das Gebet reflektiert und ihrer Dankbarkeit Ausdruck verleiht. Dazu betonte sie:

„Unser Leben hat so ein enormes Tempo, da ist ein Vater Unser manchmal eine tolle Möglichkeit, inne zu halten.“

Quellen: shz.de, katholisch.de, pro-medienmagazin.de