Der neue Kinofilm mit Moritz Bleibtreu mit dem Titel „Nur Gott kann mich richten“ ist ein harter Unterwelt-Thriller, der von der Situation eines Kriminellen aus der Drogenszene handelt. Bleibtreu spielt darin einen Gangster, der nur Gott als Instanz akzeptiert. Im Gespräch mit Günter Keil sprach Moritz Bleibtreu über den Film, seine Leidenschaft für Neues und über seinen Glauben an Gott.

Auf die Frage, ob er selbst ein gläubiger Mensch sei, antwortet Moritz Bleibtreu:

„Absolut!“

Die Kirche spielt für seinen Glauben keine große Rolle und er sei auch sicher nicht religiös, betont Bleibtreu, aber:

„Ich glaube und spüre, dass es irgendetwas gibt, das ein Auge auf mich und alle anderen Menschen hat. Diese Gewissheit ist beruhigend.“

Über seine Filmfigur sagt er weiter:

„Für meine Filmfigur Ricky, einen gebrochenen, verzweifelten Typen, ist der Glaube überlebenswichtig. Er hat sich sogar Jesus auf den Rücken tätowiert – ich finde, das passt gut zu ihm.“

Den Religionen an sich steht der Schauspieler grundsätzlich positiv gegenüber und verweist auf die Bedeutung eines vernunftbegründeten Glaubens jenseits des Fundamentalismus. Dazu sagt er:

„Wenn sie (Religionen) in Maßen und vor dem Hintergrund des gesunden Menschenverstandes wirken, ist das in Ordnung.“

Als „bedenklich“ bezeichnet er es allerdings, wenn Religionen moralisieren und direkt ins Leben ihrer Anhänger eingreifen würden. Moritz Bleibtreu vertritt die Auffassung, „dass die meisten Menschen von allein wissen, was Gut und Böse ist“. Das würden wir in uns tragen, „egal ob Christen, Juden oder Muslime“. Wenn Menschen mehr auf ihr Gewissen hören würden, gäbe es seiner Ansicht nach viel weniger Probleme.

Das komplette Interview gibt’s unter swp.de

Ein weiteres Interview gibt’s unter mopo.de

 

Bereits im Februar 2013 sprach Moritz Bleibtreu mit Dirk von Nayhauß in der Serie „Fragen an das Leben“ im Magazin Chrismon über seinen Glauben. Auch damals äußerte er, dass er „ein sehr gläubiger Mensch“ sei, „wenn auch nicht im Sinne der christlichen Kirche“. Es passiere ihm ständig, dass er sich „vom großen Baumeister“ geführt fühle. Er habe „schon das Gefühl, dass ich oder dass wir nicht so ganz allein hier sind“.

Weiter betonte er, dass er nicht an reinen Zufall glauben würde. Diesbezüglich sagte er:

„Vieles in unserem Leben ist weit weniger zufällig, als es am Anfang erscheint; im Nachhinein macht vieles Sinn, schließlich passt vieles doch zusammen. Hat man das einmal für sich erfahren, ist es fast unmöglich, nicht daran zu glauben, dass es etwas gibt, das diese materielle Masse zusammenhält.“

Bleibtreu gibt der Glaube an den Schöpfer, der in der Liebe erfahrbar wird, Halt. Wörtlich sagte er:

„Meinem kleinen Gott fühle ich mich sehr verbunden und sehr nah. Dieses Gottvertrauen hat sehr viel mit Urvertrauen zu tun und das wiederum sehr viel mit Liebe.“

Dazu führt er weiter aus, das er „das große Glück“ hatte, dass er von seiner Mutter „als Kind mit Liebe überhäuft“ worden ist. Das Wichtigste, das sie ihm gegeben habe, sei Urvertrauen. Es reduziere sich für ihn auf dieses eine Wort, aus dem sich für ihn alles herleite.

Das komplette Interview, in dem Moritz Bleibtreu weiter Stellung bezieht zu existenziellen Fragen wie „In welchen Momenten fühlen Sie sich lebendig?“ oder „Muss man den Tod fürchten?“ gibt’s unter chrismon.evangelisch.de