Foto: Manfred Werner - Tsui, Barbara Wussow Wien2008, cropped, CC BY-SA 3.0

Barbara Wussow wäre gerne früher Mutter geworden.  Sie bereue es im Nachhinein, ihre Kinder erst spät bekommen zu haben.

„Heute würde ich die Hochzeitsnacht nutzen, statt sie zu verblödeln“,

sagte die österreichische Schauspielerin, die am Mittwoch ihren 57. Geburtstag feierte, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Wussow wurde mit 38 Jahren zum ersten Mal Mutter, ihr zweites Kind brachte sie mit 44 Jahren auf die Welt. Spät Mutter zu werden, habe Probleme mit sich gebracht. In einem Interview zu ihrem 50. Geburtstag sagte sie diesbezüglich bereits:  „Nur, weil es biologisch geht, heißt es nicht, dass es richtig ist.“ Auch heute bleibt sie dabei:

„Trotzdem würde ich jeder Frau empfehlen: Bekomm die Kinder mit 30. Man ist doch belastbarer als jüngere Frau. Ich halte es für eine Verantwortungslosigkeit, wenn man mit 50 noch Mutter wird.“

Weiter sind ihr Werte wie Treue und Verlässlichkeit im leben wichtig. Mit ihrem Mann, dem Schauspieler Albert Fortell, ist die frühere „Schwarzwaldklinik“-Schauspielerin Wussow seit 1983 zusammen. Eine gute Partnerschaft vergleicht Wussow mit Autofahren:

„Es ist wie beim Aquaplaning. Was soll man da nicht machen? Bremsen und aussteigen. Oder das Steuer wild herumreißen. Besser: Lenkrad ruhig halten, abwarten, bis sich die Lage beruhigt. Wenn es heute schwierig wird, rennt man gleich zum Scheidungsanwalt.“

Ihr Tipp für eine Beziehung auf festem Fundament:

„Es sollte ein größtmöglicher gemeinsamer Nenner da sein. Was nicht deckungsgleich ist, muss man akzeptieren.“

Quelle: welt.de

 

Die Wertehaltung von Barbara Wussow ist christlich geprägt. Dies betonte sie auch bei Gelegenheit in Interviews und bekannte sich immer wieder mal zu ihrem Glauben. U. a. sagte sie:

„Christus ist für mich die personifizierte Liebe.“

Auch am Filmset steht sie zu ihrem Glauben. Dazu äußerte sie einmal:

„In den Drehpausen gehe ich auch in die Kirche. ‚Warum tust du das?‘ werde ich oft gefragt. ‚Weil ich es brauche und es zu meinem Leben gehört‘, ist meine Antwort, und ich frage zurück: ‚Und du brauchst es nicht? Hast du nie das Gefühl gehabt, dass dir irgendetwas abgeht?‘ Es kommt dann meistens die Reaktion: ‚Ja, vielleicht schon … manchmal.‘ Aber dann wird auf die Kirche und auf den Papst geschimpft, um wieder von sich selbst abzulenken und eine Entschuldigung zu finden, sich nicht stellen zu müssen.“

Ihren Glauben beschrieb sie einst wie folgt:

„Mein christlicher Glaube ist nicht nur ein Spaziergang, denn meine Bindung an Gott bedeutet für mich nicht nur Zuspruch, sondern auch Anspruch und manchmal Widerspruch gegenüber unmenschlichen Zuständen. Als Christ stehe ich in der Verantwortung vor mir selbst, vor meinem Mitmenschen und vor Gott (…). Nur auf diese Weise kann ich sinnvoll leben, aber nicht ohne Gebet und Gottesdienst, aus dem ich Kraft und Weisung für meinen Alltag bekomme.“

Bewährt hat sich ihr Glaube auch im Umgang mit dem Tod ihrer Mutter. Als sie krank wurde und keine Hoffnung mehr auf Genesung bestand, führte das bei Barbara Wussow zu Zweifeln. Sie haderte mit Gott und klagte ihn „manchmal“ mit den Worten ‚Warum hast du mich verlassen?‘ an. Aber sie erkannte:

„Es ist tröstlich zu wissen, dass Christus als Mensch all unser Leid selbst durchgemacht hat und uns besser kennt, als wir uns selbst kennen.“

Und weiter:

„Durch ein gewisses Urvertrauen, aber auch durch jahrelange Glaubenserfahrung kann ich mich mit meinen Sorgen ihm überlassen. Daraus erwächst eine innere Ruhe und Gelassenheit, die mich leichter leben lässt.“

Quellen: orden-online.de, katholisch.de, livenet.de