Image by anncapictures from Pixabay

Der Musikproduzent und Gitarrist der Band Krypteria, Christoph Siemons, erlitt 2012 eine lebensgefährliche Erkrankung, vermutlich ausgelöst durch Bakterien, die bei einer Zahnreinigung in seinen Blutkreislauf kamen und sein Herz angriffen. Das in dieser Zeit Erlebte hat der 51-Jährige im aktuellen Album „Das Versprechen“ seines neuen Projektes Sinfoglesia verarbeitet.

Wie Focus online aktuell berichtet, stand ihm seine Frau Katrin in dieser Zeit Tag und Nacht zur Seite, sie war es auch, die erkannte, dass ihr Mann im Krankenbett plötzlich körperliche Veränderungen durchlief. Und sie hatte recht, die Bakterien hatten sich vom Herzen gelöst und im Bauchraum angesiedelt, wobei die Hauptschlagader fast geplatzt wäre, hätte Katrin nicht so beherzt reagiert und ihn vom Krankenzimmer in die Notaufnahme gebracht. Kurz nach dieser OP wurde ihm eine neue Herzklappe eingesetzt, als danach auch noch sein Herzbeutel punktiert wurde, verließ ihn der Lebensmut, was er im Himmelklar-Podcast (Folge 12) wie folgt beschrieb:

„Wenn ich jetzt sterbe, dann ist das halt so. Ich war einfach müde, und konnte nicht mehr. Da wurde meine Frau ziemlich böse auf mich und hat gesagt, du darfst nie die Hoffnung aufgeben.“

Als Christoph Siemons das sah, gab er Gott folgendes Versprechen:

„Sollte ich überleben, schreibe ich dir eine Messe.“

Am 4. Dezember erschien nun das Album „SINFOGLESIA – Das Versprechen“, an dem der Katholik Siemons acht Jahre lang mit rund 100 Musikern verschiedenster Glaubensrichtungen zusammen arbeitete. Heraus kamen 13 monumentale Pop-Klassiksongs, die von Orchester und Chören eingespielt wurden.

Zwar sei sein katholischer Glaube Auslöser für sein großes Musikprojekt gewesen, doch „Singoglesia“ soll über konfessionelle und religiöse Grenzen hinweggehen und „die musikalische Heimat, Freude- und Trostspender für alle Menschen sein, egal woran sie glauben“, so Christoph Siemons gegenüber Focus online.

Wie auf Wikipedia zu lesen ist, brachte das Projekt während der COVID-19-Pandemie in Deutschland seine erste Single Victoriam heraus, das lediglich aus den drei lateinischen Textzeilen „Victoriam misericordia/Victoriam vitae/Omnia speramus“ („Der Sieg der Menschlichkeit, der Sieg der Fürsorge ist der Sieg des Lebens, den wir uns alle wünschen.“) besteht.

Der Song war der offizielle Song zur Focus Online-Aktion #CoronaCare: Deutschland hilft sich und landete sofort auf Platz 1 der iTunes- und Amazon-Charts. In den deutschen Charts erreichte die Single Platz 51.

In der Beschreibung zum Album „Das Versprechen“, auf der sich das Lied Victoriam befindet, ist auf den offiziellen Verkaufsplattformen folgendes zu lesen: „Musik hat die Kraft, Menschen durch schwere Zeiten zu tragen. Mit den kalten Wintermonaten beginnt eine neue, herausfordernde Phase der Corona-Krise, die für viele Menschen Einsamkeit mit sich bringt. Rückzug ist notwendig, um das Virus zu bekämpfen. Als Hymne an die Freude, die Hoffnung und das Leben spendet Sanctus Dominus Hoffnung.“ 

Für Christoph Siemons war die schwierige Lebensphase, als er um sein Leben kämpfte und dabei die Erfahrung machte, was die Liebe seiner Frau und Familie, die aufopferungsvolle Arbeit von Ärzten und Pflegepersonal, sein Glaube an Gott – und vor allem Hoffnung für ihn bedeuteten, Motivation wie Inspiration für sein Projekt „Sinfoglesia – Das Versprechen“. Dazu betonte er gegenüber dem Magazin Focus:

„Hoffnung ist das Allerwichtigste, was wir haben. Jeder von uns, und so ist das Leben leider, wird in seinem Leben dunkle Täler durchlaufen müssen. Und in diesen dunklen Tälern ist das, was einen am Leben hält, die Hoffnung.“

Das ganze Ergebnis ist nun seit 4. Dezember in den Läden – herzergreifende, tongewaltige Pop-Klassikstücke, die einen nicht mehr loslassen.

Quellen: focus.de (1), sinfoglesia.de, die-stadtzeitung.de, himmelklar.de, kirche.im-wdr.de, focus.de (2), bunte.de, chip.de (1), chip.de (2), wikipedia.org, msn.com,

Autorin: Stefanie Maier

 

Mit Peter Maffay hat das Projekt Sinfoglesia einen prominenten Fan:

 

 

Hier der Song „Victoriam“ zur #CoronaCare-Initiative: