Foto: Susie Knoll

Die 19-jährige SPD-Politikerin Lilly Blaudszun, die zum Social-Media-Wahlkampfteam von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern gehört, gab in der aktuellen Ausgabe der Zeit-Beilage „Christ und Welt“ ein sehr persönliches Interview zu ihrem Glauben. Auf ihrem Instagram-Channel schrieb die 19-Jährige: „Vielleicht das persönlichste Interview, das ich je gegeben habe.“ 

Lilly Blaudszun ist eine junge Frau, die sich ihres Glaubens nicht schämt (wir berichteten). Im Interview mit „Christ und Welt“ sprach die Influencerin unverkrampft und ganz selbstverständlich über ihren christlichen Glauben. Dabei zeigt sie sich überzeugt, dass für die Kirche „noch ganz viel drin ist“, wenn sie „den Sprung ins 21. Jahrhundert“ schafft. Für ihr öffentliches Bekenntnis zu ihrem Glauben bekomme sie „Zuspruch von Menschen, die einer Religion angehören“. Dazu betont sie:

„Anscheinend haben die Leute das Gefühl, dass Glaube in der Gesellschaft zu wenig thematisiert wird.“

Ein Problem, dass heutzutage „junge Menschen Probleme mit institutionalisiertem Glauben und Kirchen“ haben, erkennt die 19-Jährige darin, dass es in der öffentlichen Berichterstattung „fast nur um Skandale der katholischen Kirche“ gehe und „nie um Glaubensfragen“.

Öffentlich zu ihrem Glauben zu stehen, sei für sie „manchmal herausfordernd“, weshalb sie an manchen Tagen „vor weltlichen Ängsten“ einknicke. Aber es gibt eben auch die Tage, an denen sie denke „Egal, mein Glaube ist stärker, ich rede darüber“.

Dabei empfindet sie hin und wieder „ein Belächeltwerden, ein Unverständnis“ gegenüber ihrem Einstehen für den Glauben. Dass heutzutage „nicht mehr so offen“ wie in früheren Generationen über den Glauben gesprochen werden kann, ist ihrer Meinung nach „ein gesellschaftliches Problem“.

Über ihren Weg im Glauben berichtete Lilly Blaudszun, dass sie mit dem christlichen Glauben aufgewachsen ist. Mit folgenden Worten hob sie die Bedeutung der Kirche für ihren Glauben hervor:

„Die Kirche ist für mich die Basis meines Glaubens. Durch sie habe ich zu Gott gefunden.“

Durch ihren Glauben erfahre sie heute Hoffnung und Kraft. Weiter brachte sie zum Ausdruck, dass für sie Nächstenliebe und Kontinuität im Glauben, in Form einer Verbindung zu Gott in guten wie in schlechten Zeiten, wichtig sind. Zur Lebensrelevanz ihres Glaubens sagte die 19-Jährige im „Christ und Welt“-Interview:

„Gott macht mein Leben besser und wird mein Leben lang zu mir gehören.“

Als Ausdruck ihres Glaubens trägt sie ein Kreuz-Tattoo auf ihrem Knöchel.

Weiter erklärte Blaudszun, dass ihr der Glaube auch im politischen Milieu helfe, so etwa im Umgang mit Ablehnung. Sie versuche sich in schwierigen Situationen „vom Schlechten nicht leiten zu lassen, sondern vom Guten, von der Liebe, von Gott“. Es gebe nichts, wodurch sie mehr „Stärke“ erfahre als durch ihren Glauben. Kraft geben ihr dabei auch Kirchenlieder. Unter den im vergangenen Jahr fünf meistgehörten Songs auf ihrer Spotify-App befände sich auch das Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“. Dieses Lied gebe ihr Hoffnung und stehe für ihren Glauben, so die evangelische Christin.

Die Hoffnung, die sie durch die Heilstat Jesu am Kreuz erfährt, beschreibt Lilly Blaudszun gegenüber „Christ und Welt“ mit folgenden Worten:

„Jesus ist für uns qualvoll am Kreuz gestorben und hat danach trotzdem geslayt, er ist auferstanden und hat Hoffnung geschenkt.“

Diese außergewöhnlich beeindruckende Tat Jesu, die Blaudszun im Jugendjargon mit dem Wort „geslayt“ beschreibt, führt ihr vor Augen, dass Jesus „das Schlimmste durchgemacht“ habe, „damit es uns heute gut geht“. Dieses Handeln Jesu sei für sie „eine Leitlinie, die mir Kraft gibt und an die ich mich immer wieder erinnere“, so die 19-Jährige.

Quellen: zeit.de, instagram.com

 

Das Interview vom Lilly Blaudszun mit „Christ und Welt“ gibt es HIER

 

Anbei der Insta-Post von Lilly Blaudszun zum Interview mit „Christ und Welt“:

 

 

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Hier der Song „Möge die Straße“ in der Version von „Die Priester“: