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Der Steuerberater Nicolai Müller, der aktuell gemeinsam mit Clemens Jäger das Buch „Werteorientierte Führung von Familienunternehmen“ veröffentlicht hat, diskutierte mit dem katholischen Pastor Christian Olding in der Zeitung Rheinische Post, inwieweit christliche Werte für ein erfolgreiches Wirtschaften Gültigkeit haben.

Nicolai Müller, der Partner der Steuerberatungsgesellschaft Dr. Müller, Hufschmidt in Straelen ist, betonte das für ein nachhaltiges Wirtschaften grundsätzlich Werte wie Mut, Vertrauen, eine etablierte Fehlerkultur sowie ein gutes Konfliktmanagement wichtig seien. Darüber hinaus betonte er:

„In Zeiten von Corona sind auch Besonnenheit, Zuversicht und Persönlichkeitsentwicklung wichtig.“

Dabei beklagte der Steuerberater, dass diese Werte „in vielen Wirtschaftsbereichen noch immer eine untergeordnete Rolle“ spielen würden.

Pastor Christian Olding, der vor 3 Jahren den Bestseller „Klartext, bitte! Glauben ohne Geschwätz“ geschrieben hat, erinnerte daran, dass hier die Auseinandersetzung mit biblischen Werten weiterhelfen könnte. Dazu sagte er:

„Das sind für Christen keine neuen Themen. Die stehen schon alle in der Bibel und haben auch ganz viel damit zu tun, wie Gott sich diese Welt vorstellt.“

Weiter brachte Olding zum Ausdruck, dass für das menschliche Leben über Jahrtausende Bewährtes heute in der Wirtschaftslehre mit neuen Begrifflichkeiten auftaucht. So sei schon klar gewesen, dass neben dem Arbeiten das Ausruhen wichtig sei, bevor der Begriff „Work-Life-Balance“ auftauchte. Mit Blick auf die Bibel erklärte Olding:

„In der Arbeit sollen sich die Fähigkeiten und Talente, die Gott in einen Menschen gelegt hat, entfalten können.“

Hierbei stimmte der Unternehmer Nicolai Müller völlig überein, in dem er erklärte, wie wichtig gerade in der heutigen Gesellschaft eine sinngebende Arbeit verbunden mit entgegengebrachter Wertschätzung ist. Parameter der kurzfristigen Orientierung, die dem entgegenstünden, würden sich langfristig rächen, was Müller mit folgenden Worten auf den Punkt brachte:

„Kurzfristiges Erfolgsdenken auf Kosten eines Menschen führt langfristig zum Burnout.“

Die Atmosphäre im Unternehmen habe viel mit dem zugrundeliegenden Menschenbild zu tun, so Müller weiter.

Wenn der Manager Nicolai Müller daran erinnert, dass das reine Profitdenken nicht zu mehr subjektivem Glücksempfinden führt und gar der Persönlichkeitsentwicklung im Weg steht, kann sich der Theologe Christian Olding ein Schmunzeln nicht verkneifen. Dazu erklärte er:

„Aus Theologensicht kann ich darüber nur Schmunzeln. Denn das ist eine biblische Weisheit: das Beste, das einem Menschen passieren kann, ist, seine von Gott gegebenen Talente zu erkennen und einzusetzen.“

Auch der Run nach Spiritualität, Klosterbesuche und Wüstenseminare im Managementbereich sei nicht Neues, sondern werde „gerade eher wiederentdeckt“, so Olding weiter.

Wenn Nicolai Müller fordert, dass gerade in unsicheren Zeiten „Werte wie Mut, Zuversicht und Besonnenheit“ in den Vordergrund rücken sollten, verweist Christian Olding darauf, dass der gläubige Mensch hierfür ein stabiles Fundament hat. Dazu betonte Olding:

„Auch da hat die Bibel die Lösung, das Gottvertrauen. Die Grundaussage lautet: keine Panik. 365 mal steht in der Bibel: ‚Fürchte dich nicht‘.“

Dabei gehe es nicht darum Leid oder Probleme zu tabuisieren, aber „ein berechtigtes Grundvertrauen in einen Gott, der alles geschaffen hat“, helfe durch unsichere Zeiten hindurch, so Olding.

Das Know-how von Theologen, das im schulischen Kontext im Religionsunterricht zur Geltung kommt, kann mit den Ressourcen Gottvertrauen und Nächstenliebe zum ökonomischen Erfolgsfaktor werden für ein nachhaltiges Wirtschaften, für das das christliche Menschenbild eine tragfähige Grundlage bildet.

Quelle: rp-online.de

 

In seinem YouTube-Kanal „Klartext“ sprach Pastor Christian Olding auch schon über den Zusammenhang von Gottvertrauen und gutem Handeln sowie über christliche Werte, denen die Beziehung zu Jesus Christus zuvor steht, wodurch sie sich in der Qualität von humanistischen Werten unterscheiden.

Anbei die beiden Clips:

 

 

Christliche Werte und damit der Religionsunterricht haben ein anderes Fundament als humanistische Werte und damit der Ethikunterricht. Beides ist gut, aber eben anders:

 

 

In seinem YouTube-Kanal „Glaube. Leben.“ sprach Christian Olding einmal darüber, dass die Auffassung auf Gottvertrauen zu setzen, wohl begründet ist: