Der CSU-Ehrenvorsitzender und „Mister Euro“ Theo Waigel bringt kurz vor seinem 80. Geburtstag seine Biographie mit dem bezeichnenden Titel „Ehrlichkeit ist eine Währung“ auf den Markt, in der er einen zentralen Wert seiner christlichen Prägung in den Mittelpunkt stellt und beschreibt, dass der Ehrliche eben nicht der Dumme ist. Theo Waigel ist katholischer Christ.

Im Handelsblatt ist aktuell zu lesen, dass Waigel’s Biographie deutsche Zeitgeschichte im Schelldurchlauf biete. Zudem geht der Handelsblatt-Redakteur Hans-Jürgen Jakobs in seinem Artikel auch auf die katholische Prägung von Theo Waigel ein.

Der 79-jährige konstatiert in seinem Buch:

„Zum Anspruch, ich selbst zu sein, zählt für mich die Ehrlichkeit.“

Gelogen habe er nie, geschwiegen schon, zitiert Waigel dabei den Altkanzler Konrad Adenauer.

Theo Waigel, der einst seine markanten Augenbrauen als „Gott gewollt“ bezeichnete, sei einer, „den der christliche Glaube geerdet hat, entscheidend geprägt vom Theologen Eugen Biser und vom Philosophen Joseph Bernhart“, ist im Handelsblatt weiter zu lesen.

Am 15. November 2018 wurde Theo Waigel zum Ehrensenator an der Münchner Hochschule für Philosophie (HfPh) ernannt, die von den Jesuiten getragen wird. HfPH-Präsident Johannes Wallacher begründete die Entscheidung gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) damit, dass Waigel sich um die Hochschule außerordentlich verdient gemacht habe und dass er „mit seinem Mut, Stellung zu beziehen“ auch ein Vorbild für die Studierenden sei. Zudem habe Waigel das Gemeinwohl stets über persönliche Interessen gestellt, was eine Haltung darstelle, die die Hochschule auch ihren Absolventen vermitteln wolle, so Wallacher weiter.

Über das Ziel jesuitischer Bildung ist auf der Homepage jesuiten.org zu lesen, dass es darin bestehe, die Schülerinnen und Schüler an den Kollegien des Ordens dahin zu führen, nicht im individuellen Erfolg allein ihre Erfüllung zu entdecken. Leben könne nur glücken, wenn andere Menschen Teil des eigenen Lebens seien und werden. Leben mit und Leben für andere sei nicht nur der zentrale Aspekt menschlicher Existenz, sondern öffne zugleich auch einen Zugang zu Gott. Dieser Zugang sei uns in besonderer Weise durch die Menschwerdung Gottes, durch das Leben und Wirken Jesu Christi eröffnet. Der Blick auf Jesus Christus wolle aber keine Privatfrömmigkeit fördern und nicht von der Wirklichkeit ablenken, sondern vielmehr bereit machen, sich und die Umwelt aus dem Blickwinkel des Evangeliums zu betrachten, zu verstehen und ggf. zu verändern.

Dazu sei eine solide fachliche Qualifikation notwendig, welche hilft, die Welt zu verstehen und den persönlichen Weg darin zu finden. Dazu gehöre aber auch das Einüben im Alltag, durch Besinnungstage und soziales Engagement in Elemente jener Geisteshaltung, aus der Jesuiten sich zu leben bemühen und die nach dem Gründer des Jesuiten-Ordens Ignatius von Loyola die „ignatianische Spiritualität“ genannt wird.

Quellen: handelsblatt.de, jesuiten.org