Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Maischberger - 2018-02-28-9492, cropped, CC BY-SA 4.0

Aktuell sprach Thomas Gottschalk gegenüber dem Bayerischen Rundfunk über den Helden seiner Kindheit: das segnende Jesulein aus der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen, zu der er in seiner Kindheit mit seinen Eltern regelmäßig pilgerte.  Dazu sagte er:

„Da konnte man zehn Pfennig einwerfen, und dann kam das Jesulein auf so ’ner Schiene aus so ’ner Hütte rausgefahren und hat gesegnet.“

Das seien die „Videogames“ seiner Kindheit, in der er im oberfränkischen Kulmbach im katholischen Glauben erzogen wurde, gewesen, wo es ja weder Fantasy noch Cyberpunk gegeben habe, so Gottschalk weiter.

Nachdem einen das Jesulein gesegnet habe, „ging man fromm wieder nach Hause“.

An seinem Glauben, der in seiner Kindheit grundgelegt wurde, hält er bis heute fest, wie er insbesondere im Jahr 2011 in einem beeindruckenden Interview über seinen Glauben gegenüber dem Spiegel bestätigte.

Auch in diesem Interview bestätigte er, dass biblische Persönlichkeiten ihn in seiner Kindheit geprägt haben. Dazu sagte er:

„Die Helden meiner Kindheit waren David und Samson oder Mose (…) Diese biblischen Geschichten waren meine Comics, meine Fantasy-Welt.“

Während er als Kind in seiner Kinderbibel „stundenlang geblättert“ habe, sei die Generation seiner Kinder mit Ninja Turtles und Power Rangers groß geworden, was er durchaus bedauert.

In diesem Interview sowie auch im Buch „Hinter den Kulissen ist Gott nicht tabu“ von Günther Klempnauer benannte Thomas Gottschalk, der in seiner Jugendzeit in einem katholischen Studentenwohnheim lebte und die katholische Journalistenschule besuchte, ein weiteres Vorbild, das ihn geprägt hat: sein Onkel Hans, der katholischer Priester war. Dazu sagte er:

„Mein Onkel Hans hatte eine Vorbildfunktion für mich. Der katholische Pfarrer ist mit 84 Jahren gestorben in der festen Überzeugung, das ewige Leben zu erwarten.“

Von dieser Erfahrung lässt sich der TV-Entertainer bis heute leiten, indem er betont:

„Lieber möchte ich im Augenblick des Todes enttäuscht werden, als wie ein Atheist sein Leben lang an nichts geglaubt zu haben.“

Im Januar 2010 sagte Thomas Gottschalk in der ARD-Sendung Beckmann, dass er in seiner Jugend mit dem Gedanken spielte, selbst Priester zu werden und das ihn die Erfahrungen in der Kirche, bis heute tragen. Dazu betonte er damals:

„Ich habe eine gewisse Grundkraft in der Kirche erfahren, von der ich immer noch zehre.“

Seinen Glauben, den er im Interview mit dem Spiegel im Jahr 2011 ausführlich darlegte, beschreibt der Entertainer mitunter wie folgt:

„Ich habe die in der Vernunft begründete Hoffnung, dass es einen Schöpfergott gibt.“

Gegenüber dem Spiegel erklärte er weiter, dass auch sein Glaube „auf die Probe gestellt“ worden sei und dass auch er „Niederlagen durchlebt“ habe. Dennoch hielt er am Glauben fest und betont:

„Ich habe trotzdem bisher keinen Grund gesehen, meinen Glauben aufzugeben.“

So habe ihn sein Glauben auch in schwierigen Zeiten getragen, wie er an anderer Stelle dieses Interviews darlegte. Dazu sagte er:

„Auch die negativen Seiten der Wirklichkeit habe ich immer besser bewältigen können, weil ich mein Gottvertrauen habe.“

Als Thomas Gottschalk im Rahmen seiner TV-Show „Wetten dass“ im Jahr 2004 eine verlorene Stadtwette einlöste, in dem er mit offizieller Ausnahmeerlaubnis in der katholischen Elisabeth-Kirche in Nürnberg seine Wettschuld einlöste und eine Predigt hielt, äußerte er:

„Wenn man sonntags aus der Kirche geht, nimmt man die Hoffnung mit.“

Der Süddeutschen Zeitung verriet Gottschalk im Juli 2018, dass er in einem neuen Buch, an dem er gerade schreibt, einem Vorbild seiner Kindheit ein Denkmal setzen möchte: seinem Onkel Hans.

Das ausführliche Interview zu seinem Glauben mit dem Spiegel gibt’s HIER

Quellen: spiegel.de, livenet.ch, bild.de, jesus.ch, schwaebische-post.de, twitter.com, katholisch.de