Foto: PromisGlauben e.V.

Tobias Haberl: „Got­tes Lie­be gilt bedin­gungs­los und umfas­send für jeden Men­schen“

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Vom 9. bis 11. Oktober findet der Adoratio-Kongress Altötting 2026 unter dem Leitwort „Zur Liebe berufen“ in der Basilika St. Anna statt. Einer der Referenten des Glaubensfests ist der Journalist und Bestsellerautor Tobias Haberl („Unter Heiden“), der einen Vortrag zum Thema ​„Geschaf­fen aus Lie­be“ halten wird. Im Vorfeld sprach er im Interview mit dem Passauer Bistumsblatt über seine Vorstellung von Gott, die im Gebot der Feindesliebe gipfelt.

Mit Blick auf sein Vortragsthema zeigt sich Tobias Haberl überzeugt, dass jeder Mensch unabhängig von Religion und Weltanschauung von Gott aus Liebe geschaffen ist. Dazu erklärt der 51-Jährige:

„Got­tes Lie­be gilt bedin­gungs­los und umfas­send für jeden Men­schen.“

Diese Auffassung begründet Haberl mit der Überzeugung aus dem Johannesevangelium, die besagt: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er sei­nen ein­zi­gen Sohn gab, damit alle, die an ihn glau­ben, nicht ver­lo­ren gehen, son­dern das ewi­ge Leben haben.“

Selbstverständlich könnten auch Atheisten aus Liebe Handeln, zeigt sich der Journalist gewiss und merkt an, dass Gott auch in einem liebevollen Handeln von Menschen, die nicht an ihn glauben, gegenwärtig sein könne. Dazu begründet Haberl:

„Wenn es Gott gibt, gibt es ihn unter allen Umstän­den, auch wenn nie­mand an ihn glaubt.“

Christen seien seiner Meinung nach in besonderer Weise zur Liebe berufen, was sich im Gebot der Feindesliebe manifestiere, schildert Haberl und berichtet, dass er versucht sich am Gebot der Feindesliebe zu orientieren. Zu seiner Motivation erklärt der gebürtige Oberpfälzer:

„Ich ver­su­che mich immer wie­der an ihr [an der Feindesliebe], schei­te­re und ver­su­che es wie­der. Weil nur sie dabei hel­fen kann, unse­re in Schiefla­ge befind­li­che Welt zu heilen.“

 

Dass er selbst im Laufe seines Lebens vertieft zum Glauben zurückgefunden hat, empfindet Tobias Haberl als „ein großes Glück“. Sein Glaube helfe ihm, sein Leben „zu ver­schö­nern und zu ver­tie­fen“ und gebe ihm „eine Per­spek­ti­ve über das irdi­sche Leben hin­aus“. Überdies verweist Haberl auf die Ressource, die er „anders als vie­le Men­schen in mei­nem Umfeld“ durch seinen Glauben habe. Mit ihm habe er „einen zusätz­li­chen Pfeil im Köcher“, um mit Ängsten und Tragödien des Lebens umzugehen, begründet Haberl den Mehrwert seines Glaubens und fügt an:

„Macht das mein Leben leich­ter? Nicht unbe­dingt. Aber es geht mir nicht um ein leich­tes, son­dern ein wahr­haf­ti­ges Leben, und dazu gehört immer auch das Kreuz.“

 

Quelle: passauerbistumsblatt.de 

Hinweis: Im Mai 2023 schrieb Tobias Haberl im Magazin der Süddeutschen Zeitung einen Essay mit dem Titel „Unter Heiden“, in dem er sich als Christ outete und darlegte, wie er sich in einer säkularistischen Gesellschaft zunehmend unverstanden fühlt. Damit traf er einen Nerv. Vielfache Leser-Reaktionen mit dem Unterton „Endlich sagt es mal einer“ waren die Folge. Daraufhin schrieb Haberl das Buch „Unter Heiden – Warum ich trotzdem Christ bleibe“, das im Herbst 2024 erschien und zum stillen Bestseller avancierte. Nach einer Lesung von Tobias Haberl am 23.11.24 in Kloster Beuerberg lernten sich PG-Initiator Markus Kosian und Tobias Haberl kennen und verabredeten sich zu einem PromisGlauben-Interview, das am 20. Februar 2025 im Rahmen eines Schulkurses an der Berufsschule für Medienberufe in München stattfand. Zwischen Haberl und Kosian entwickelte sich ein Gespräch über den Schatz des christlichen Glaubens für die Gesellschaft sowie die eigene Persönlichkeit.

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