Foto: Foto-AG Gymnasium Melle, Bosbach, Wolfgang-0636, cropped, CC BY-SA 4.0

Der ehemalige stellv. CDU/CSU-Fraktionschef im Bundestag Wolfgang Bosbach berichtete in einem Beitrag für die Zeitung Die Tagespost, wie er in Corona-Zeiten Weihnachten feiert. Dabei betonte der 68-Jährige die eigentliche Bedeutung des Weihnachtsfests.

Bosbach wies daraufhin, das bei ihm zuhause Weihnachten nicht als „eine Art Party mit religiösem Hintergrund“ gefeiert wird, sondern:

„Wir feiern die Geburt Christi besinnlich, aber auch fröhlich.“

Dies sei für ihn alles andere als ein Widerspruch. Dazu betont er:

„Die Botschaft Jesu ist eine frohe, keine traurige!“

Denn am Ende stehe im Leben Jesu eben nicht der Tod am Kreuz, sondern die Auferstehung, begründete Bosbach.

 

Schon Anfang 2019 bezeichnete sich Wolfgang Bosbach im Interview mit domradio.de als „so eine Art rheinischer Katholik“, der sich gewiss ist, dass der Tod nicht das letzte Wort habe. Dass diese Selbsteinschätzung des Politikers nicht nur eine Floskel ist, zeigt sein Umgang mit seiner unheilbaren Krebserkrankung.

Auf die Frage, ob beim Umgang mit der Erkrankung bei ihm als gläubigen Katholiken der Glaube eine Rolle spiele, antwortete Wolfgang Bosbach entschlossen:

„Ja und wie.“

Weiter äußerte Wolfgang Bosbach, dass er dabei aber durchaus ambivalente Gefühle habe. So habe er einerseits nach der Diagnose, dass „nach persönlicher Erfahrung, nach menschlichem Ermessen“ mit Heilung nicht mehr zu rechnen ist, „mit dem lieben Gott“ gehadert, andererseits habe er auch Trost und Kraft in Gott und im Glauben gesucht.

Danach gefragt, ob er sich Gedanken darüber mache, was ihn „da oben“ erwarte, ließ Wolfgang Bosbach durchblicken, dass er an die frohe Botschaft glaubt. Dazu sagte er:

„Ich bin gespannt, aber auch gleichzeitig entspannt. Ich gehöre zu denen, für die die christliche Botschaft eine wirklich frohe Botschaft ist – keine traurige, deprimierende.“

Quellen: die-tagespost.de, kirche-und-leben.de, domradio.de