Foto: Foto-AG Gymnasium Melle, Bosbach, Wolfgang-0636, cropped, CC BY-SA 4.0

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, der seit 2010 an Prostatakrebs erkrankt ist, sprach aktuell mit der Augsburger Allgemeinen über den Umgang mit seiner Erkrankung. Dabei brachte er in diesem Interview mit der Schlagzeile „Ich lebe jetzt seit fast zehn Jahren mit dem Tumor“ zum Ausdruck, dass der Glaube an Gott ihm Halt gibt.

Auch wenn ihm einige Jahre später sogar wegen eines weiteren Tumors ein Teil der Lunge entfernt werden musste, habe er für sich erkannt, dass „das Grübeln“ ihn nicht weiter bringt. Vielmehr habe ihm persönlich sein Glaube bei der Erkrankung viel geholfen. Mit folgenden Worten brachte der 67-jährige, dessen Erkrankung nicht heilbar ist, seine Dankbarkeit gegenüber Gott zum Ausdruck:

„Ich habe in meinem Leben so viel Glück gehabt. (…) Ich habe drei wunderbare Kinder. Ich kann politisch immer noch aktiv sein. Also wirklich: Ich habe keinen Grund, mich beim lieben Gott zu beklagen.“

Diese Sichtweise äußerte er bereits in einem Interview mit der Bildzeitung im September 2012. Damals sagte er:

„In die Kirche gehe ich nun wirklich nicht, um mich beim lieben Gott zu beschweren. Der Altar ist für mich keine Klagemauer. Aber mein Glaube hilft mir sicherlich, mit der Krankheit so gut wie möglich umzugehen und nicht die Hoffnung zu verlieren. Ich bin noch nie an Dingen verzweifelt, die ich nicht ändern kann.“

Hoffnung gibt Wolfgang Bosbach insbesondere die aus den christlichen Glauben gewonnene Gewissheit, „dass der Tod nicht das letzte Wort hat“, wie er im Interview mit domradio.de im Februar 2019 mitteilte. Weiter bezeichnete er sich in diesem Interview als „eine Art rheinischer Katholik“ und brachte dabei zum Ausdruck, dass das Evangelium im wahrsten Sinne des Wortes für ihn eine Frohe Botschaft ist, die ihm Kraft gibt. Danach gefragt, ob er sich Gedanken darüber mache, was ihn „da oben“ erwarte, antwortete Bosbach:

„Ich bin gespannt, aber auch gleichzeitig entspannt. Ich gehöre zu denen, für die die christliche Botschaft eine wirklich frohe Botschaft ist – keine traurige, deprimierende.“

Quellen: augsburger-allgemeine.de, bild.de, domradio.de