Am gestrigen 9. Dezember feierte der Schauspieler Wolfgang Fierek seinen 70. Geburtstag. Im Zuge der Berichterstattung rund um dieses Ereignis war auch der Glaube des Oberbayerns ein Thema.

So war u.a. in der Stuttgarter Zeitung zu lesen, dass der Glaube an Gott im Leben von Wolfgang Fierek eine Rolle spielt. Dazu erklärte der 70-Jährige:

„Ich bin Christ, und mir bedeutet der Glaube etwas.“

Auch seiner Frau Malerin Djamila Mendil sei der Glaube an Gott wichtig. Da sie Muslima ist, fand deren Hochzeit 1994 in Amerika nicht in einer Kirche statt. Vielmehr entschieden sich die beiden zu einer völlig anderen Form der Eheschließung und heirateten nach dem Indianer-Ritual beim Stamm der Oglala-Sioux. Noch heute schwärmt er von diesem Ereignis, das er „nie vergessen“ werde. Seit damals ist er bei dem Stamm „Ehrenindianer“.

 

Vor vielen Jahren führte ein existenzielles Erlebnis zum Wendepunkt im Leben von Wolfgang Fierek, worauf er seine Beziehung zu Gott wieder verstärkte. Fierek, der leidenschaftlich Harley fährt, wurde im April 2003 ohne eigenes Verschulden in einen Unfall verwickelt, bei dem er schwer verletzt wurde. Über dieses Ereignis sowie seinen wieder entdeckten Glauben schrieb er in seinem Buch „Mit der Harley an der Himmelspforte“ (wir berichteten)

In Interviews zum Buch sagte er, dass der Unfall in seiner Wahrnehmung weniger ein Unfall als viel mehr ein Geschehnis war und betonte:

„Für mich war es ein Denkzettel, der mein Leben verändert hat. (…) Es hat mir meine Sterblichkeit vor Augen geführt und mich Gott ein Stück näher gebracht. Dafür bin ich dankbar.“

Weiter sagte er seinerzeit:

„Als es mir in der Klinik so schlecht ging, habe ich in der Bibel gelesen, zu Gott gebetet und gemerkt, wie der Weg sich ebnet.“

Fiereck betonte, dass er das Erlebte nicht überhöhen wolle, hielt aber fest:

„Ich spürte ganz deutlich zweierlei: dass ich sterblich bin und gleichzeitig Gottes Nähe.“

Im November 2018 nahm Fierek im Interview mit der Bild-Zeitung nochmals Bezug auf diese Erfahrung. Auf die Frage, was ihm Gott bedeute, antwortete der Schauspieler:

„Ich bin ein bayerischer Bua und wurde als Kind gezwungen sonntags in die Kirche zu gehen. Ich habe erst wieder täglich angefangen freiwillig zu beten und zu glauben, als ich in der Klinik lag. Ich habe Gott angefleht: Ich bin hier in der Scheiße, hol mich bitte raus. Er hat dafür gesorgt, dass ich überlebt habe. Der wollte mich noch nicht haben!“

Weiter sagte er, dass er heute täglich hinterfrage, ob er an diesem Tag ein guter Mensch gewesen sei. Und:

„Ich danke dem lieben Gott täglich!“

In der Reihe „Was glaubt…?“, die im Dezember 2013 im BR Fernsehen lief, fasste Wolfgang Fierek seine Beziehung zu Gott prägnant mit folgendem Satz zusammen:

„Gott ist mein bester Spezi.“

Quellen: stuttgarter-zeitung, finanznachrichten.de, sueddeutsche.de, abendzeitung-muenchen.de, bild.de, ard.de