Foto: Hans Weingartz, Zsuzsa Bánk, cropped, CC BY-SA 2.0 DE

Die Schriftstellerin Zsuzsa Bánk, die als Tochter ungarischer Eltern in Frankfurt am Main geboren wurde, sprach im Interview mit Dirk von Nayhauß im Magazin Chrismon u. a. über ihren Glauben und die Bedeutung von Weihnachten, der Menschwerdung Gottes, für ihr Leben.

Sie habe oft ein „naive, kindliche Vorstellung“ von Gott. Als sich am 50. Geburtstag ihrer Freundin, die Bruder und Vater auf „dramatische Weise“ verloren hatte, „ein sensationeller Regenbogen“ am Himmel gezeigt habe, kam ihr der Gedanke „Das sind sie“.

Weiter sagte die 53-jährige zu ihrer Vorstellung von Gott:

„Manchmal spüre ich gerade­zu: Gott ist da, er hat etwas für mich vorbereitet, gelöst.“

Und:

„Ein Leben ohne Glauben kann ich mir nicht vorstellen. An wen sonst könnte ich mich wenden, wenn alles andere zerbricht?“

Der Gedanke an den Tod ängstigt sie in der Gewissheit, dass Gott „da“ ist, nicht. Dazu sagte sie:

„Warum sollten wir uns fürchten, wenn es das ewige Leben gibt? Sollte nach dem Tod doch nichts kommen, merken wir es nicht, dann ist es auch egal.“

Vielmehr stimmt es sie nachdenklich, dass viele Menschen, den Gedanken an das Lebensende verdrängen und die Konfrontation mit Menschen mit Behinderung für so manchen erschreckend wirkt. Dazu betonte sie weiter:

„Wir leben in der Illusion, wir seien ewig jung und gesund. Das ist aber eine Lüge.“

Große Hoffnung setzt Zsuzsa Bánk auf das Ereignis, das vor 2000 Jahren die Welt veränderte, die Menschwerdung Gottes. Bevor sie Kinder hatte, sei diese Zeit für sie „ein großes, herrliches Auftanken“ gewesen. Trotzdem ist das Weihnachtsfest und die Adventszeit für sie nach wie vor eine Zeit der inneren Einkehr, aus der sie große Hoffnung schöpft. Dazu sagte sie:

„Bei aller Vorweihnachtshektik: Es bewegt sich etwas in mir, ich bedanke mich, schließe ab. Wie ist mein Jahr gelaufen? Was war gut, was schlecht? Was wünsche ich mir?“

Und weiter:

„Aus Weihnachten schöpfe ich – wie auch aus Ostern – die Hoffnung, dass vielleicht nicht alles verloren ist, dass die Menschen möglicherweise irgendwann in Frieden zusammenleben.“

Das komplette Interview gibt’s in der Rubrik „Fragen an das Leben“ unter chrismon.evangelisch.de