1860-Trainer Michael Köllner verwies im aktuellen Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Ausgabe 5./6. Januar 2021, Nr. 3) auf die Bedeutung des Dreikönigstags, als ihn die Interviewer Markus Schäflein und Philipp Schneider mit nadelnden Weihnachtsbäumen rund um den 6. Januar konfrontierten.

Viele Menschen würden mit dem Dreikönigstag die Freude darüber verbinden, dass der Weihnachtsbaum endlich aus dem Wohnzimmer verschwindet, leiteten die SZ-Journalisten ihr Interview mit Michael Köllner ein, um ihn anschließend zu fragen, wie das bei ihm aussähe. Darauf entgegnete der 51-Jährige zunächst, dass er noch „alttraditionell“ aufgewachsen sei und demzufolge bei ihm der Christbaum auch heute zumeist „erst Anfang Februar an Mariä Lichtmess“ aus dem Haus komme. Mit dem Dreikönigstag verbinde er aber etwas anderes. Dazu erklärte Köllner:

„Ich war ja jahrelang Sternsinger. Als Ministrant war das einerseits für mich Pflicht, andererseits eine schöne Sache.“

In unterschiedlichen Rollen als Caspar, Melchior oder Balthasar habe er gesungen, Gedichte vorgetragen, mit Kreide auf die Hauseingangstüren geschrieben und das Haus gesegnet.

Danach gefragt, ob er ähnlich wie die drei Weisen aus dem Morgenland, die sich vom Stern zur Krippe nach Bethlehem leiten ließen, an Bestimmung glaube, erklärte der Fußballehrer:

„In meinem Leben hat es zunehmend stärker werdend eine tragende Rolle gespielt, dass ich wusste: Ich kann mich in fremde Hände begeben und weiß, ich bin gut geführt.“

So habe er auch in seinem Whats-App-Profil, wo bei anderen oft Infos wie „Bin im Fitnessstudio“ oder „Ich schlafe“ vorzufinden seien, einen für ihn wegweisenden Bibelspruch aus dem zweiten Buch Mose stehen, der wie folgt lautet: „Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Weg und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe.“

Dieser Spruch verdeutliche ihm, dass ihm sein Glaube ein Gefühl von Sicherheit gibt.

Weiter interpretierte Michael Köllner mit Blick auf die Symbolik des Dreikönigstags:

„Die drei Könige, die dem Stern folgen, sind nicht nur ein Bild für den Glauben, sondern auch dafür, dass man seinen Mitmenschen vertrauen kann und Vertrauen haben darf in den Weg, der einem vorgegeben ist.“

In seiner Heimatgemeinde Fuchsbüchl habe er „über sehr viele Jahre einen Pfarrer, den ich damals wie heute richtig gut finde“, gehabt, der ihm klar machte, worum es im christlichen Glauben wirklich geht.

Seinen Glauben vertiefte der gebürtige Oberpfälzer, als er sich im Sommer 2018 auf die Spuren Jesu begab und in Israel zum See Genezareth oder zur Grabeskirche Jesu pilgerte (wir berichteten). Im aktuellen SZ-Interview sprach Michael Köllner auch darüber. Diese Rundreise durch Israel habe er aus Dankbarkeit gemacht, nachdem er seinerzeit mit dem 1. FC Nürnberg in die 1. Fußball-Bundesliga aufgestiegen war. Dazu erklärte er gegenüber der Süddeutschen:

„Ich wollte mir alle biblischen Stätten anschauen. Sehen, unter welchen Bedingungen die heilige Familie damals unterwegs war.“

Im Interview mit der Bild-Zeitung zu seiner Israel-Reise erklärte Michael Köllner im Juni 2018 bezüglich seiner Motivation dazu, dass es für ihn gelte, nach einem Erfolg wie dem Aufstieg in die Bundesliga auf dem Boden zu bleiben. Weiter sagte er:

„So eine Reise hilft mir dann wieder Dinge zu erkennen, die wirklich wichtig sind. Das ist ohne Wenn und Aber: Vertrauen und Dank.“

In einem eher spontanen, aber sehr persönlichen Moment wiederholte Michael Köllner am Jordan, an der Taufstelle Jesu, auch sein Taufversprechen. Dazu sagte er:

„Als Christ wiederholst du dein Taufversprechen ja bei jedem Osterfest. Jetzt haben wir das auch an diesem besonderen Ort gemacht. (…) Und wenn man sich dann dort vor Augen führt, dass Jesus Christus und viele Apostel hier ebenfalls getauft wurden, ist das schon ein besonderer Moment.“

Quellen: sueddeutsche.de, bild.de, promisglauben.de

 

Vor zwei Jahren sprach Michael Köllner (damals noch als Trainer des 1. FC Nürnberg) mit dem Magazin GRANDIOS über den Glauben als Quelle der Ruhe und Inspiration: