Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Besuch Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rathaus Köln-09916, cropped, CC BY-SA 4.0

Die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die seit dem 22. November 2005 Regierungschefin ist, feiert heute ihren 65. Geburtstag. Dazu titelt die Rheinische Post „Angela Merkel wird 65: Machtmaschine und doch Mensch geblieben“. Ein steter Begleiter in ihrem Leben war und ist der christliche Glaube.

Mit 51 Jahren war sie die jüngste Amtsinhaberin, die erste Frau und erste ostdeutsche Regierungschefin. Ihren Amtseid legte sie auch zu Beginn der vierten Amtszeit mit der Formel „so wahr mir Gott helfe“ ab, was für sie weit mehr als eine Floskel ist. Dazu betonte sie einmal:

„Die Formel ‚So wahr mir Gott helfe‘ macht uns Menschen bewusst, dass all unser Handlen und Bestreben fehlbar und begrenzt ist.“

Und weiter:

„Die Trennung von Kirche und Staat darf niemals vergessen lassen, dass wir als Menschen ohne den Glauben an Gott schnell überheblich werden.“

Überhaupt bekennt sich Angela Merkel auf Nachfrage klar und deutlich zu ihrem Glauben, mit dem sie seit Kindheitstagen groß geworden ist. So sagte sie etwa im November 2012:

„Ich glaube an Gott, und die Religion ist auch mein ständiger Begleiter – eigentlich in meinem ganzen Leben – gewesen.“

Gegenüber dem Sonntagsblatt betonte sie vor Jahren die Bedeutung der biblischen Inhalte für ihr persönliches Leben. Damals sagte sie:

„Die Zehn Gebote sind genauso unverzichtbares Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenlebend wie das Doppelgebot der Liebe. Das Christ-Sein ist für mich daher nicht nur ein Rettungsanker in schwachen Stunden, in denen man hofft, nicht weggetrieben zu werden, sondern vor allem Gestaltungskraft in den Lebensphasen, die Impulse setzen sollen und Veränderungen bringen – denn in diesen gestaltet christlicher Glaube das eigene Leben und das der anderen mit – Gott sei Dank.“

Auch im politischen Geschäft findet sie Halt im christlichen Glauben. So sagte sie einmal, dass der Glaube für sie eine „Entlastung“ sei, im Wissen darum, „dass ich wie jeder Mensch nicht nach Absolutheit streben muss, sondern auch fehlerhaft sein darf“.

An anderer Stelle betonte sie in ähnlicher Weise:

„Ich finde es sehr befreiend, dass man als Christ Fehler machen darf, dass man weiß es gibt etwas Höheres als nur den Menschen. Und dass wir auch aufgerufen sind, die Welt zu gestalten – in Verantwortung für andere. Und dies ist ein Rahmen für mein Leben, den ich sehr wichtig finde.“

Den christlichen Glauben sieht sie dabei als „Kompass“, zu dem sie das Vertrauen habe, „dass er die maßgebliche Richtung anzeigt“. Ihr „Christ-Sein“ gebe ihr „Mut und Vertrauen“ im privaten wie auch im politischen Geschäft, so Angela Merkel.

Ihr christlicher Glaube wird wie im Buch „Angela Merkel: Daran glaube ich“ deutlich spürbar, wenn sie etwa über den Zusammenhalt in der Gesellschaft spricht, über unsere Verantwortung für die Schöpfung oder über Familie und christliche Werte.

Dabei ist ihr sehr bewusst:

„Vor Gott bin ich Mensch, nicht Kanzlerin.“

Quellen: kathpress.at, erzdioezese-wie.at, ekd.de, sonntagsblatt.de, jesus.ch, welt.de

 

Beim Diözesanempfang am 23. Januar 2017 im Congress Centrum Würzburg erläuterte Angela Merkel die Bedeutung des Religionsunterrichts für unsere Gesellschaft: