Jonathan Tah: „Es geht am Ende um mehr als Fußball“
Nach dem WM-Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Curacao beteten die DFB-Kicker Jonathan Tah und Felix Nmecha nach dem Schlusspfiff im Mitellkreis mit Spielern des gegnerischen Teams, gegen das sie zuvor 7:1 gewannen. Nun sprach Jonathan Tah mit Tom Kaulitz im Interview für „Magenta TV“, wie es dazu kam und ob er auch künftig mit anderen Profis beten wolle.
Vom Musiker und Podcaster Tom Kaulitz danach gefragt, ob das Gebet mit den Spielern von Curacao eine spontane Aktion gewesen sei, erzählte Jonathan Tah, dass Felix Nmecha und er auch schon nach dem letzten Vorbereitungsspiel zur WM gegen die USA mit Spielern der USA gebetet hätten. Mit dem BVB-Profi bete er auch „im Privaten“ öfter gemeinsam und tausche sich mit ihm über den Glauben an Gott aus. Felix Nmecha habe einen Spieler Curacaos gekannt und gefragt, ob er wie nach dem USA-Spiel auch nach dem Curacao-Spiel zusammen mit Spielern der gegnerischen Mannschaft beten wolle. Dazu erklärte Jonathan Tah:
„Ich bin dabei und wir werden das auch weiter fortführen, weil es am Ende, glaube ich, ein schönes Zeichen ist einfach.“
Weiter sagte der FC-Bayern-Profi:
„Auch wenn die WM gerade so präsent ist, geht es am Ende um noch mehr als Fußball. Es geht um Liebe, es geht um Nächstenliebe, es geht um Frieden, Dankbarkeit. Das sind die Werte, die wir nach außen vermitteln wollen.“
Bereits in der Vergangenheit sprach Jonathan Tah in Interviews auf Nachfrage ganz selbstverständlich über seinen christlichen Glauben (wir berichteten).
Zu Weihnachten 2025 schilderte der Abwehrchef des FC Bayern im Interview mit der Münchner Abendzeitung, dass er seine Verbindung zu Gott im Gebet und im Lesen in der Bibel pflegt. Zum Stellenwert seines Glaubens betonte er:
„Der Glaube gibt mir gewisse Werte, wie ich leben möchte. Damit kann man ein sehr erfülltes Leben führen.“
Für ihn sei es immer wichtig gewesen, „zu verstehen, dass ich nicht nur Fußballer bin“, fügte Jonathan Tah an.
Hinweis: Auch der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel hat sich in sozialen Netzwerken ergriffen von den Szenen gezeigt, die sich nach dem deutschen WM-Auftakt gegen Curaçao zwischen den DFB-Profis Felix Nmecha, Jonathan Tah und Spielen Curacaos abgespielt hatten. Wie „Stimme-online“ berichtet, erklärte Manuel Hagel:
„Dieses Bild hat mich wirklich gepackt. Nach einem harten Spiel kommen Menschen zusammen, beten miteinander und zeigen Respekt.“
Das mache Sport auch aus und Glaube könne genau das: „Menschen erden, dankbar machen und daran erinnern, dass am Ende mehr zählt als ein Ergebnis“, so Hagel.
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