Nina Hagen: „OHNE JESUS BIN ICK IM FALSCHEN FILM“

Die Sängerin und Songschreiberin Nina Hagen, die in diesem Jahr ein Gospelalbum mit dem Titel „Highway To Heaven“ veröffentlichte (wir berichteten), sprach kürzlich mit dem Modemagazin Vogue über das, was sie als Künstlerin formte. In einem Insta-Post zu diesem Interview merkte Nina Hagen an, dass die Bedeutung, die Jesus Christus in ihrem Leben spielt, nicht unerwähnt bleiben sollte.

Für VOGUE blickte Nina Hagen anhand von Bildern auf fünf Jahrzehnte ihrer Karriere zurück. Dabei ging sie auch auf die Frage nach dem Sinn des Lebens ein. Diesbezüglich verwies die Musikerin darauf, dass wir Menschen „nur für eine sehr kurze Besuchszeit auf diesem Planeten“ haben und in dieser Zeit das Geistige für uns „ebenso wichtig wie das Äußerliche“ sei. Überdies betonte die 71-Jährige ihre Überzeugung auf ein Weiterleben nach dem Tod und erklärt mit Blick darauf:

„Wir sollten unser Hauptaugenmerk darauf legen, Liebe schenkende und liebenswerte Menschen zu sein. Sonst haben wir keine Zukunft.“

Zu dem zu ihren Ausführungen über den Sinn des Lebens abgebildeten Foto sendete Nina Hagen nach Veröffentlichung des Interviews einen Post auf Instagram, in dem sie anmerkt, dass Vogue Germany nicht das Fundament ihrer Worte zum Sinn des Lebens vergessen solle. Dazu betont die Künstlerin:

„OHNE JESUS BIN ICK IM FALSCHEN FILM!“

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In diesem Post verweist Nina Hagen auf Links zu Interviews, die sie im März 2026 der taz und bereits im November 2012 dem christlichen Online-Magazin Livenet gegeben hat. In diesen Interviews konkretisiert sich das Fundament, aus dem sich ihre Ausführungen zum Sinn des Lebens in der Vogue speisen.

Im Livenet-Interview erklärte Nina Hagen bereits 2012 zu dem, was sie in der Liebe bleiben lässt. Dazu sagte sie:

„Die Seligpreisungen spornen mich an zur lebendigen Nächstenliebe. Ohne Christus und ohne heiligen Geist bin ich im falschen Film und am Tag des physischen Todes in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen.“

In Christus sei „das wahre Leben“ zu finden und in ihm liege „unsere einzige Rettung aus der irdischen Sterblichkeit“, fügte die Sängerin an. Zu ihrem Verständnis von Jesus Christus sagte Nina Hagen im damaligen Livenet-Interview u.a.:

„Jesus ist Gottes Liebe in Person.“

Nina Hagens Weg zum christlichen Glauben begann bereits in ihrer Kindheit und Jugend in der atheistisch geprägten DDR und führte über eine intensive Sinnsuche sowie ein Nahtoderlebnis zu Jesus Christus (Hinweis: Von diesem Erlebnis berichtet Nina Hagen ausführlich in ihrer Autobiografie „Bekenntnisse“ [Anzeige], die Anfang März 2026 als aktualisierte Neuauflage erschienen ist).

Zu ihrer Orientierung, die sie durch die Verbindung zu Christus erfährt, ließ die Musikerin im Livenet-Interview 2012 wissen:

„Jesus ist der Weg. Und diesen Weg beschreite ich seit Kindertagen. Und es ist eine Straße, die kein Ende hat.“

 

Im Interview mit der taz erklärte Nina Hagen im Frühjahr 2026, wie Jesus das, worum es im Leben wirklich gehe, auf einen Nenner gebracht habe. Bei Jesus gehe es nicht um „irgendwelche verkopften, komplizierten Anweisungen“, sondern um eine einfache Botschaft, die Hagen wie folgt beschreibt:

„Nur die Liebe zählt. Leute, wer in der Liebe lebt und wer seine Mitmenschen liebt wie sich selbst und wer den Schöpfer ehrt und respektiert und liebt, auch die gesamte Schöpfung und alle Lebewesen, vor allem auch die Menschen: das ist die Lösung.“

Gegenüber der taz berichtet Nina Hagen, dass sie in früheren Jahren mit ihrem Verhalten oft Erwartungshaltungen und den Zeitgeist bedient habe. Tief in ihrem Herzen habe sie aber immer eine Sehnsucht nach der Verbindung zu Jesus Christus gespürt. So enthalte etwa ihr erstes Album mit der Nina Hagen Band – in einer Zeit, in der sie „unglaublich viel gekifft“ habe –  den Song „Auf’m Friedhof“, in dem sie nach Jesus rufe, „weil ich leben und nicht sterben will“. Dass es noch einige Zeit dauerte, bis sie eine tragende Verbindung zu Christus fand und sich im August 2009 im Alter von 54 Jahren taufen ließ, begründet die Sängerin im taz-Interview wie folgt:

„Der Lügenbaronteufel kommt dazwischen und flüstert uns ein, dass Gott tot sei, der behauptet ‚The Lord ist fort‘. Lüge!“

Dies sei auch ein Grund, weshalb sie heute Gospel-Musik mache und damit zum Glauben an Jesus Christus ermutige, schildert Nina Hagen gegenüber der taz und betont:

„Jesus ist mein Bruder. Ich bin Botschafterin von Jesus Christus.“

Als gläubige Person wolle sie aber nicht bezeichnet werden, merkt die Musikerin an und begründet, dass sie sich als „ein Unikat“, als ein wie jeder Mensch „bedingungslos geliebtes Kind Gottes“  fühle.

 

Über ihre Beziehung zu Jesus und ihre Vorstellung vom Himmel sprach Nina Hagen im Mai 2026 ausführlich im Interview mit domradio.de. Die Sängerin berichtete, dass sie zu Zeiten der Pubertät regelmäßig zum Berliner Ensemble nach Ostberlin ging und dort mit einem Theaterstück von Bertolt Brecht über die Bibel in Berührung kam. Das habe sie als Teenager überrascht, so dass sie zuhause ihre Mutter gebeten habe, ihr eine Bibel zu geben. Zum darauf folgenden Prozess erklärt Nina Hagen:

„So habe ich angefangen, darin zu lesen, und wurde schon sehr früh quasi zum Jünger von Jesus. Weil ich mich in die Tatsache verliebt hatte, dass es tatsächlich den einen richtig guten Menschen gibt, der er ist.“

Auch wenn ihre Musik über die Jahre „komische, clowneske Kunststücke“ enthalte, würden in ihr seit jeher „die Christin“ sowie „die Gerechtigkeit als meine Freundin“ stecken. Dies sei „das Gerüst, das mich ausmacht“, erklärt die Sängerin zu ihrer grundlegenden Persönlichkeit.

Für ihren Blick auf die Welt ist von großer Bedeutung die Botschaft Jesu vom Reich Gottes, das unter uns schon gegenwärtig ist, wenn wir aus Liebe handeln. Das bedeute, dass Gott die Liebe ist und jeder, der in der Liebe bleibe, in Gott und Gott in ihm bleibe, erklärt Nina Hagen mit Verweis auf die Heilige Schrift und übersetzt diese Worte für unsere heutige Lebenswelt wie folgt:

„Das heißt, dass all die Menschen, die sich aufrichtig liebhaben, die aufrichtig füreinander da sind, die auch in Krisensituationen solidarisch miteinander sind und Hände ausstrecken, die diplomatisch unterwegs sind bei Kriegsgezeter und Bombengeschwader – dass dies das Himmelreich Gottes ist. Es ist mitten unter uns, wenn wir in der Liebe bleiben.“

Weiter bringt Nina Hagen im Interview mit domradio.de zum Ausdruck, dass der Tod und das Leid der Welt niemals das letzte Wort haben, weil Jesus dies „durch seine unglaubliche, mutige Heldentat für uns am Kreuz besiegt“ habe.

Ihre Verbindung zu Jesus pflegt Nina Hagen, in dem sie „voller Ehrfurcht und voller Respekt und Liebe“ ins Gebet gehe. Dabei trage sie „wie ein Kind ganz ohne Hintergedanken“ die Hoffnung in sich von Jesus gehört zu werden. Auch geistliche Musik wie Gospelmusik oder uralte Kirchenmusik sowie einfach in die Stille zu gehen seien für sie „Einsteiger, um ins Gespräch mit Jesus zu kommen“, berichtet die Musikern. Zur Wirkung ihrer Ausrichtung auf Gott lässt Nina Hagen wissen, dass sie bereits im frühen Alter von zwölf Jahren „viele geistige Erlebnisse mit Gott“ gehabt habe und sie sich heute „selbstverständlich“ als Botschafterin im Auftrag des Herrn sehe. Mit Verweis auf ihr Buch „Bekenntnisse“ betont sie:

„In meiner Autobiografie schildere ich, dass mein Leben mit Gott und für Gott ist – also: Nina Hagen ohne Gott gibt es gar nicht.“

Mit Blick auf Geschehnisse in der Welt, in denen Frieden und Freiheit weit entfernt liegen, gibt ihr Hoffnung, „dass die Christen in aller Welt immer weiter versuchen, die Menschen von Gottes wunderbarer Gegenwart zu überzeugen“. Es sei immer wieder festzustellen, wie Jesus „auf unterschiedliche, aber unglaublich wundervolle Art und Weise“ in das Leben von Menschen komme. Und das werde nie aufhören, zeigt sich Nina Hagen überzeugt und betont weiter:

„Solange es Menschen gibt, wird Gott seine Arme niemals aufhören, auszustrecken. Und wir Christen werden niemals aufhören, von Gott zu erzählen und Zeugnis zu geben.“

Sie habe selbst erlebt, wie Gott in ihrer größten Not in ihr Leben kam, nachdem sie flehend die Verbindung zu ihm suchte. Zu ihrer dabei gemachten Glaubenserfahrung berichtet die Sängerin:

„Gott hat mich mit meinem Namen angesprochen und er hat mir zu verstehen gegeben, dass ich nur in seine Gegenwart gelangen könnte, wenn ich mich taufen ließe.“

Auch künftig wolle sie „Erntehelfer von Jesus“ sein, weshalb sie nach ihrem in diesem Jahr erschienenen Gospel-Albums „Highway to Heaven“ schon wieder in der Produktion eines neuen Gospel-Albums stecke. Dieses solle zu Weihnachten 2026 veröffentlicht werden, kündigte Nina Hagen im Domradio-Interview an.

 

Quellen: instagram.com, vogue.de, livenet.ch (1), taz.de, livenet.ch (2), youtube.com, bild.de, spiegel.de, domradio.de

Bereits im Jahr 2011 veröffentlichte Nina Hagen den Song „Jesus ist ein Freund von mir“, in dem sie ihren Weg zu Jesus und dessen Relevanz für ihr Leben besingt:

siehe HIER

 

Anbei ein Einblick in einen Live-Auftritt von Nina Hagen zu diesem Song:

siehe HIER