Mit Annegret Kramp-Karrenbauer ist eine gläubige Katholikin zur neuen Parteivorsitzenden der CDU gewählt worden. Die Saarländerin setzte sich gegen Friedrich Merz und Jens Spahn durch, die ebenfalls gläubige Christen sind und sich wie auch Annegret Kramp-Karrenbauer dazu bekennen.

In ihrer Bewerbung um den Parteivorsitz setzte sie auf das Thema innere Sicherheit und betonte:

„Das C ist der Leitstern, das C gibt uns das Menschenbild vor. Das dürfen wir nie und nimmer vernachlässigen.“

Auch im Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) am 4. Dezember bekräftigte sie die Bedeutung des „C“ für die CDU als „Leitbild und Verantwortung“. Gerade mit Blick auf einen umfassenden Lebensschutz verpflichte das „C“ zu einer klaren Haltung. So gelte der Lebensschutz im engeren Sinne etwa mit Blick auf den Paragrafen 219a. Dazu betonte sie:

„Ich wende mich klar gegen die Werbung für Abtreibung. Es geht nicht darum, Frauen Informationen vorzuenthalten. Aber ein Schwangerschaftsabbruch ist eben gerade keine Blinddarm-OP.“

Beim Lebensschutz im weiteren Sinne verpflichte das „C“ zur Bewahrung der Schöpfung und damit „unserer natürlichen Lebensgrundlagen“, so Annegret Kramp-Karrenbauer.

Klar positionierte sie sich auch in diesem Interview für die Stellung der Kirchen in unserer Gesellschaft und betonte, die Kirchen sollten „Salz im gesellschaftlichen Leben bleiben, auch wenn das nicht jedem schmecken mag“. Weiter sagte sie, dass der spirituelle Beitrag der Kirchen für den Einzelnen wie für die Gesellschaft „unersetzlich“ sei.

Bereits in der Vergangenheit sagte die Politikerin, dass für ihren persönlichen Glauben das Gebet eine große Rolle spiele. In einem „Weihnachsspezial“ im Magazin Bunte im Jahr 2012 sagte sie u. a.:

„Ich beginne und beende den Tag mit einem persönlichen Gebet und nehme gern, allerdings nicht regelmäßig, an der Messfeier teil. Dort komme ich zur Ruhe und fühle die Verbundenheit in und mit der Gemeinschaft der Kirche.“

Der Glaube habe den Alltag in ihrer Kindheit geprägt und sie sei auch in der Kirchengemeinde aktiv gewesen, insbesondere im Kirchenchor, sagte Annegret Kramp-Karrenbauer weiter.

Im aktuellen Interview mit KNA betonte sie:

„Die Erkenntnis, nicht tiefer fallen zu können als in Gottes Hand, macht Mut und tröstet zugleich.“

Quellen: faz.net, pro-medienmagazin.de und Bunte 52/2012