Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Verleihung Ehrenring des Rheinlandes an Pfarrer Meurer-2921, cropped, CC BY-SA 4.0

Im Interview mit dem Schweizer Go-Magazin befand der Bestsellerautor und Psychotherapeut Manfred Lütz, dass das Thema Burn-Out ein lukratives Geschäft geworden sei, mit dem „sogenannte Therapien von sogenannten Therapeuten für sogenannte Patienten angeboten werden“. Dadurch würden zunehmend Therapieplätze für die „wirklich kranken Patienten“ durch gesunde Menschen belegt. Auch der Lebensberatungstrend ist in seinen Augen „weitgehend“ reine Geldmacherei. Dagegen plädiert der 65-jährige, der seit 1997 das Alexianer-Krankenhaus in Köln leitet, im Go-Interview für mehr Vertrauen in die Eigenkompetenz, die alten Mütterchen und den Glauben.

Gebetsmühlenartig betonte Lütz auch in diesem Interview, dass Psychotherapeuten „sehr gut psychische Störungen behandeln“ können. Bei existenziellen Problemen seien die Menschen aber nicht krank, sondern bräuchten vielmehr Menschen mit Lebenserfahrung an ihrer Seite. Dazu sagte Manfred Lütz in seiner typischen Art, dass er selbst, wenn er in eine Lebenskrise geraten sollte, keinesfalls einen Psychotherapeuten aufsuchen, „sondern eher zu einem alten Mütterchen aus der Eifel, die schon mal Schweres bewältigen musste“ gehen würde.

Als Quelle der Inspiration für das Leben verweist Lütz auf die Bibel. Dazu führte er weiter aus:

„Aus der Bibel spricht der Heilige Geist, der sie geformt hat. Und dass dieser in Menschen, die dafür aufgeschlossen sind, kreative Wirkungen erzeugt, ist gar keine Frage.“

Und weiter:

„Ich kenne viele Manager, die sich von der Bibel inspirieren lassen und auf dieser Grundlage sehr gute Führungskräfte sind.“

Was der Glaube an Gott für das menschliche Leben im Allgemeinen bedeutet, bringt der 65-jährige Mediziner auf den Punkt, wenn er betont:

„Mit Körper, Seele und Geist ganz getragen ist man erst, wenn man sich in Gottes Hand weiß.“

Das komplette, sehr lesenswerte Interview, in dem Manfred Lütz über Depression, Glücksratgeber, Klosterauszeiten von Führungskräften, den Stellenwert von Arbeit und seinen bevorstehenden Ruhestand spricht, gibt’s unter

gomagazin.ch