Im Rahmen der Glaubensumfrage der Bild-Zeitung zu Ostern 2019 gab der Schriftsteller Sebastian Fitzek, der bis heute mehr als 10 Millionen Bücher verkauft hat, ein nachdenkenswertes Statement ab. Der Bestsellerautor, dessen Buch AchtNAcht der meistverkaufte Roman des Jahres 2017 war, brachte zum Ausdruck, dass er sich mit dem atheistischen Glauben schwer tut. Wörtlich sagte der 47-jährige:

„Ich glaube an Etwas, weil das Nichts unvorstellbar ist.“

Und weiter:

„Die Welt ist so voller Wunder, nehmen wir allein die Geburt eines Kindes.“

In seinem aktuellen Buch „Fische, die auf Bäume klettern – Ein Kompass für das große Abenteuer namens Leben“ hat Sebastian Fitzek, der eigentlich für seine Psychothriller bekannt ist, ein Sachbuch auf den Markt gebracht, das der dreifache Familienvater seinen Kindern gewidmet hat. Darin schreibt Fitzek, der im Oktober 2017 gegenüber dem Deutschlandfunk sagte, dass er selbst in einer wertekonservativen Familie groß geworden ist, über für ihn wesentliche Werte und den Sinn im Leben.

Im Interview vom 20.3.19 mit dem Magazin Focus sprach er über seine Beweggründe für dieses Buch und seine Vorstellung von einem erfüllten Leben. Dabei brachte er auch zum Ausdruck, dass er es für „das Allerwichtigste“ halte, dass sich Menschen „über ihre Leidenschaft klar werden“. Dazu betonte er weiter:

„Ich glaube fest daran, dass in jedem Menschen eine Leidenschaft für irgendetwas schlummert.“

Um dies herauszufinden, brauche es aber den Mut, „erst einmal ganz viele Dinge“ auszuprobieren und den Aufbruch zu wagen. Neben dieser Aufbruchstimmung brauche das menschliche Leben aber auch konstanten. Deshalb empfiehlt Fitzek seine 80-20-Regel. 80 Prozent stehen dabei für das Ritual, 20 Prozent für eine neue Erfahrung. Glück empfindet er „unter anderem in der Pflege von Ritualen, wenn man zum Beispiel mit seiner Familie zusammen ist“. Um neue Erfahrungen zu sammeln, empfiehlt er sich auf Reisen zu begeben.

Über sein Bild vom Menschen, das an den Schöpfungsgedanken erinnert, sagte Sebastian Fitzek im Focus-Interview:

„Ich glaube, dass in jedem Mensch von klein auf etwas Geniales steckt.“

Viele Menschen würden aber seiner Meinung nach „auf ihrem Lebensweg den Wunsch, das eigene Genie in sich zu erkennen“, verlieren.

Als Risiken im Leben sieht er die Verschwendung von Zeit, die Schädigung der Gesundheit, das Verletzen von Mitmenschen sowie den Verlust von Freiheit.

Gegenüber RTL-Radio sagte er, dass er dieses Buch nicht geschrieben habe, um geliebt zu werden oder einen Mega-Bestseller zu landen, „sondern, um meinen Standpunkt zu definieren“.

Quellen: bild.de, deutschlandfunkkultur.de, focus.de, rtlradio.de